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44-5861188

Namen der Kunden:

Herr H. Kühteubl
Herr L. Dittrich
Herr G. Örtel
Frau R. Nechtelberger

Wünsche der Kunden:

Hallo, China-entdecken-Team,
wir sind als Reiseleiter schon sehr oft in China gewesen und haben die meisten grossen Sehenswürdigkeiten "abgearbeitet". Nun würden wir sehr gerne die Orte sehen, die üblicherweise nicht auf dem Programm stehen, von denen wir uns aber einen authentischen Eindruck chinesischer Lebensart erwarten und vor allem möchten wir als Ethnologin und Geograph mit grossem Interesse für Religionswissenschaften noch einige heilige Berge und Klöster sehen.
Sie finden daher im Anhang eine Reiseroute, die unsere Lücken füllt, sind aber für Vorschläge und Änderungen jederzeit offen. Wir hatten an Mai nächsten Jahres gedacht und würden eventuell ein paar Freunde mitnehmen. Wir wären also 4, 6 oder 8 Personen.
Bitte informieren Sie uns, ob die Tour in dieser Form machbar ist, und wie die Kosten - mit und ohne Flug - wären. Der Abflug sollte von Frankfurt evtl. mit Zubringer von Wien sein. Ein ständiger Reisebegleiter, der deutsch oder englisch spricht, wäre sinnvoll, auf zusätzliche local guides möchten wir verzichten. Die Hotels sollten gehobenen Ansprüchen entsprechen.
Wir gehen morgen wieder auf Reise und sind am 19. August zurück. Bis dahin hoffen wir, ein Angebot von Ihnen vorzufinden.
Mir freundlichen Grüssen
R. und G.
über uns: Von den Kategorien Jung, Aelter, Junggeblieben gehoeren wir sowie unsere Freunde zur letzteren.

Reiseroute:

Beijing / Chengde / Tianjin / Jinan / Tai'an / Qufu / XuZhou / Nanjing / Yangzhou / Suzhou / Huangshan / Hangzhou / Shaoxing / Ningbo / Putuoshan / Shanghai,
4 Personen, 22 Tage, vom 29.04.08- 20.05.08,
Preis: 2395 p.P Euro bei Unterbringung im Doppelzimmer.
Den detaillierten Reiseverlauf finden Sie hier

Feedback der Kunden:

Sehr geehrter Herr Bo,
voll der Eindrücke sind wir soeben von unserer China-Reise zurückgekommen.
Wir waren mit Ihrer Organisation sehr zufrieden, es hat alles wie am Schnürchen geklappt. Ein besonderer Glückstreffer war unsere Begleiterin "Isabella", die uns sehr umsichtig betreute, ohne sich je in den Vordergrund zu stellen. Schließlich wollten wir ja auch unsere eigenen Erfahrungen machen.
Was die Sprache anbetrifft, waren diese Erfahrungen sehr frustrierend, obwohl wir uns nach bestem Wissen bemühten. Zwei Bier (er pijiu) zum Beispiel ist absolut unverständlich, wenn man nicht Flaschen dazwischen sagt. Nicht einmal "Wasser" kam an, wenn man nicht "Mineral-" davorsetzte. Naja, wir haben es irgendwann mal aufgegeben.
Was die Wahl unserer Route anbetrifft, so war sie eine gute Mischung von Heiligen Bergen und Klöstern, Museen, Altem China und modernen Städten. Wir fanden das Programm sehr gut und würden es jederzeit mit einer Gruppe wiederholen. Nur würden wir wahrscheinlich nicht auf den Huang-Shan gehen, denn das ist die reinste Völkerwanderung, sondern auf den Jiuhua-Shan, den wir leider aus Zeitmangel gestrichen haben. Trotzdem sieht man chinesische Landschaftsmalerei mit anderen Augen, wenn man die herrlichen Berggipfel und
Krüppelkiefern des Huang-Shan mit eigenen Augen gesehen hat. Am Tai-Shan, dem daoistischen Heiligen Berg, versuchten wir, in die komplizierte Götterwelt des Daoismus etwas einzudringen. Wir haben uns unterwegs auch einige Bronze-Figuren gekauft, deren Namen regelmäßig angeregte Diskussionen zwischen unserer Reiseleitung und dem umstehenden Publikum auslösten.
Wirklich einig ist man sich meist nur, wenn es um Cai-Shen geht, den Gott des Reichtums, der fast jedes Geschäft und Lokal ziert. Aber die Drei Edlen, die 4 Berggötter usw. sind für Laien und "Volksgläubige" eher schwer zu definieren. Chinesische Volksgläubigkeit hat damit auch gar kein Problem, sie ist auf der Gefühlsebene angesiedelt und hat uns in ihrer Inbrunst sehr
beeindruckt. Mittlerweilen - dem chin. Fortschritt entsprechend - werden nicht mehr zwei, drei Räucherstäbchen angezündet, sondern (besonders auf Putuo-Shan) gleich ganze Rucksäcke voll davon geopfert.
Auf unserer Reiseroute sind wir außer in Beijing und Shanghai und Souzhou keinen westlichen, sondern ausschließlich chinesischen Touristen begegnet. Wir bekamen also einen sehr authentischen Eindruck, nicht nur von den Sehenswürdigkeiten sondern auch davon, wie sie in der eigenen Bevölkerung aufgenommen warden. So ist es zum Beispiel überhaupt kein Problem, einen sehr verehrten Jadebuddha (in Shanghai) nicht in den Tempel zu stellen,
sondern in ein gesondertes Museum mit extra Eintritt. Eine weitere verehrte liegende Buddha-Figur aus Marmor ist im angegliederten Verkaufsladen ausgestellt, was den Ehrfurchtsbezeugungen überhaupt keinen Abbruch tut.

Wir kamen aus dem Staunen nicht heraus, was die aufwändigen Bepflanzungen entlang der Straßen, Autobahnen und in den Städten betrifft. Nach den groben Umweltsünden der Vergangenheit ist auf dem Gebiet ein enormer Fortschritt zu sehen - Chinas Osten wird Grün! bzw. ist es schon. Die ausgedehnten landwirtschaftlichen Anbaugebiete und Gemüse-Gewachshäuser zeigen große Bemühungen, die Bevölkerung aus eigener Kraft zu ernähren.
Was den Bauboom entlang unserer ganzen Route anbetrifft, fehlt es mir einfach an Superlativen. In großem Stil werden die alten baufälligen Hütten abgerissen und neue Wohnhäuser gebaut, und das in durchaus interessanter Architektur. In den Städten scheint man auch teilweise alte Bausubstanz zu sanieren bzw. wie in Beijing Hutongs im alten Stil wieder aufzubauen. Die Anstrengungen sind gewaltig, ich glaube mit Recht sagen zu können, daß die Welt so einen Bauboom noch nicht erlebt hat. Unser Eindruck war, daß das Volk darauf stolz ist, und das zu Recht. Was die Situation der Wanderarbeiter anbetrifft, deren Fleiß und Bescheidenheit Schlüssel zu dem Bauboom sind, so konnten wir uns kein direktes Bild machen, sahen aber immer wieder recht ordentliche Container-Unterkünfte. Ihr Gehalt soll zwischen 100 und 500 Euro variieren, wovon sie sich angeblich einiges ersparen können.

Unser Besichtigungsprogramm war meist um ca 17 Uhr beendet, da Museen, Tempel etc. um diese Zeit schließen. Nach einer kurzen Pause im Hotel haben wir uns dann oft auf die Socken gemacht, um uns die Füße massieren zu lassen. Ein ganz toller, preiswerter Service, den man sich als China-Tourist nicht entgehen lassen sollte. In ein bequemes Sofa gestreckt, heißen Tee oder Melone serviert, kann man sich eine Stunde lang für 5 bis 8 Euro verwöhnen lassen und hinterher auf Wölkchen zum Abendessen schweben.

Wir hatten ja nur Mittagessen und Frühstück im Preis eingeschlossen und hatten viel Spaß, in irgend einem Lokal, das gerade am Weg lag, unser Abendmenu zusammen zu stellen. Wenn keine Bildchen auf der Speisekarte waren, war das besonders spannend. Man konnte dann auf die Teller der Nachbartische zeigen - zur allgemeinen Belustigung - oder die Küche
stürmen. Wir sind auf jeden Fall immer satt geworden - und das, ohne Hühnerfüße, Hasenohren oder gar Hund essen zu müssen. Ich vermisse bereits die köstlichen gebratenen Auberginen, die gebratenen Wantans und gefüllten Klößchen, die geraspelten kalten Bambussprossen, die Fadenpilze und scharfen Gewürze.

Unsere Begegnungen mit Einheimischen waren sprachbedingt nicht sehr tiefgreifend aber immer freundlich. Und mit ein paar Gesten läßt sich auch schon vieles sagen. Wir sind überall sehr entgegenkommend behandelt worden und oft hat man uns den Vortritt gelassen. Welch Unterschied zu den Szenen, die wir vor Jahren oft erlebt haben, wenn wir uns bei einem
Fahrkartenschalter oder Bus anstellen mußten. Hat die bevorstehende Olympiade und damit zusammenhängende Kampagne der Regierung den Wandel bewirkt?

Es war dies unsere 12. China-Reise und wir viel Neues und viel Wandel haben wir erlebt. Daß sich dieser Wandel auch auf sensiblere Gebiete ausdehnt, ist wahrscheinlich nur eine Frage der Zeit.
Wir wünschen China jedenfalls von Herzen eine erfolgreiche Olympiade und viel Glück für eine Zukunft, die schon begonnen hat.

Mit besten Wünschen - bis zum nächsten Mal!