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Geschichte
Im Jahr 1851 fand in London wohl die erste große internationale Ausstellung statt. Sie war als industrielle und kunsthandwerkliche Leistungsschau konzipiert und hatte noch deutlich Jahrmarktscharakter.
Im Laufe der Zeit hat sich der Charakter der Weltausstellungen allerdings erheblich gewandelt.
Von der Präsentation technischer Errungenschaften und neuer Produkte ging die Entwicklung hin zur Behandlung globaler Probleme und der Suche nach nachhaltigen Lösungen.
Im Zentrum stehen dabei heute die Vermittlung und der Austausch von Informationen aus allen Bereichen der Wissenschaft und Technik, der Wirtschaft und von Kunst und Kultur sowie die mediale Kommunikation.
Auf Grund des Erfolgs der Ausstellung von 1851 wurden zahlreiche weitere Ausstellungen organisiert. Erinnert sei hier nur an die Weltausstellung von 1889 in Paris.
Mit der steigenden Zahl der Veranstaltungen wurde klar, daß es verschiedener Maßnahmen bedurfte, um die Qualität dieser Ereignisse zu sichern.
So wurde 1928 in Paris das „Bureau International des Exhibitiones“ [BIE] gegründet, das Regeln aufstellte, nach denen künftige internationale Ausstellungen als „Weltausstellungen“ bezeichnet werden durften.
Termin
Seit dem 3. Dezember 2002 steht fest: die „Weltaustellung“ EXPO 2010 wird vom 1. Mai bis 31. Oktober 2010 inShanghai stattfinden.
Thema
Das Thema der Ausstellung „Better City, Better Life“ soll dem Wusch und der Hoffnung der Menschen auf ein besseres Leben in den Städten der Zukunft Ausdruck geben.
Im Jahr 1800 lebten nur etwa 2% der Weltbevölkerung in Städten, 1950 schon 29%. Im Jahr 2005 lebten von den 6,5 Milliarden Menschen auf der Welt bereits 3,2 Milliarden - also knapp die Hälfte - in Städten. Die UNO - Organisationen schätzen, daß das Verhältnis bis zum Jahr 2010 sogar auf 55% gestiegen sein wird. Auch wenn nicht alle Menschen irgendwann in Städten leben werden, wird die absoltue Zahl der Menschen, die in Städten leben, jedoch ständig weiter steigen.
Allein in China gibt es 175 Städte mit mehr als einer Million Einwohnern, sieben davon haben sogar mehr als 10 Millionen. Zum Vergleich: In Nordamerika sind es 46, in ganz Europa 60 Millionenstädte.
Das gesamte Verwaltungsgebiet der regierungsunmittelbaren Stadt Shanghai hat zur Zeit etwa 18,6 Millionen Einwohner. Davon sind 13,7 Millionen registrierte Bewohner mit ständigem Wohnsitz und 4,7 Millionen mit befristeter Aufenthaltsgenehmigung. Wird das eigentliche Stadtgebiet (hohe Bebauungsdichte und geschlossene Ortsform) als Grundlage genommen, leben in Shanghai 9,7 Millionen Menschen mit Hauptwohnsitz (2007). Der Ballungsraum, einschließlich Vororte, hat mehr als 15,1 Millionen Einwohner. Damit ist Shanghai eine der zehn größten Städte der Welt.
Für eine Weltausstellung in Shanghai liegt das Thema somit auf der Hand und ist passend gewählt.
Es ist außerdem die erste Weltausstellung, die sich die „Stadt“ zum Thema wählte.
Das Motto "Better City, Better Life" wurde zur besseren Darstellung in die folgenden fünf Unterthemen gegliedert:
- die kulturelle Vielfalt in der Stadt
- Wirtschaftsentwicklung und Wohlstand in der Stadt
- Wissenschaftliche und technische Innovationen
- die Neugestaltung von Stadtvierteln
- das Zusammenspiel von städtischen und ländlichen Gebieten
Logo
Das Logo der Shanghaier Weltausstellung stellt das Bild von drei sich an den Händen haltenden Menschen dar
und soll die große Menschheitsfamilie symbolisieren. Dabei ließen sich die Designer von dem chinesischen Zeichen für die „Welt“ (Aussprache: shì) inspirieren und drückten den Wunsch der Veranstalter aus, daß die Ausstellung die unterschiedlichen urbanen Kulturen der Welt widerspiegelt.
Als Maskottchen wurde „HǎiBǎo“ gewählt.
Es ist die Kreation zweier Künstler aus China und Taiwan. Geformt wie das chinesische Schriftzeichen „rén“, was Mensch bedeutet, kann man seinen Namen „ HǎiBǎo “mit „Meeresschatz“ übersetzen, was wohl eine Anspielung auf den Namen der Stadt ist - bedeutet „Shanghai“ doch sinngemäß „am Meer“.
Veranstalter
Das Shanghaier Organisationskommitee für die Weltausstellung wurde im Jahr 2004 von der chinesischen Regierung berufen. Ihm steht die Vizepräsidentin des Staatsrates Frau Wu Yi vor. Ihr erster Stellvertreter ist der Oberbürgermeister von Shanghai HanZhen.
Dem Exekutive Kommitee, das dem Organisationskommitee direkt unterstellte ist und das für die Realisierung der Aufgaben, die vom Organisationskommitee gestellt werden, verantwortlich zeichnet, steht der Oberbürgermeisters der Stadt Schangahi als Direktor vor.
Expo-Gelände
Das Expo-Gelände befindet sich beiderseits des Huangpu-Flusses hauptsächlich zwischen der Nanpu-Brücke und der Lupu-Brücke und umfaßt eine Fläche von 5,28 km2. Das Geländei ist in fünf Zonen aufgeteilt. Das 3,93 km2 große Gelände auf dem südostlichen Flußufer im Stadtteil Pudong umfaßt [von Ost nach West] die drei Zonen A, B und C. Das 1,35 km2 große Gelände auf dem nordwestlichen Ufer im Stadtteil Puxi umfaßt [von West nach Ost] die Zonen D und E.
Maßnahmen zur Vorbereitung des Geländes
Die Fläche, auf der die Expo stattfinden soll, befindet sich in einem Gebiet, in dem die frühe Industralisierung der Stadt stattfand. Entsprechend des Generalbebauungsplanes der Stadt ist dieses Gebiet für eine umfassende Sanierung und Entwicklung vorgesehen. Das Ereignis der Weltaustellung hilft dabei sehr dieses Vorhaben zu realisieren.
Auf dem Gelände der EXPO befanden sich Fabriken der chemischen und metallverarbeitenden Industrie, mehrere Werften, eine Stahlfabrik, kleinere Kraft- und Wasserwerke, sowie Lagerhallen. Außerdem gab es traditionelle Arbeiterwohnviertel.
Einige der Industrieanlagen stehen auf der Liste mit schützenswerter Industriearchitektur. Diese wurden erhalten und einer musealen und anderer kultureller Nutzung zugeführt.
Die vorhandenen Industriebetriebe wurden an die Perepherie der Stadt verlagert.
Der größte Teil der Wohnbebauung war nicht erhaltenswert. Für rund 18 000 Haushalte wurden deshalb in der näheren Umgebung neue Wohnungen in zwei Wohnanlagen gebaut.
Zeitplan für die Vorbereitung der Ausstellung
Mitte des Jahres 2004 begannen die Arbeiten zur Vorbereitung der Fläche auf der die Ausstellung stattfinden soll - d.h. der Beginn des Abbaus der Industrieanlagen und Sanierung des Geländes sowie die ersten Maßnahmen zur Umsiedlung der Bewohner der Gegend.
In der zweiten Hälfte des Jahres 2005 begannen die Maßnahmen zur Errichtung einer zweiten Tunnelröhre nahe der Lupu-Brücke neben der schon vorhandenen für den Straßenverkehr unter dem Huangpu- Fluß hindurch sowie der Bau einer weiteren U- Bahnlinien die ebenfall den Fluß unterquert. Übertage begann der Bau der ersten Anlagen, die auch nach Ende der Ausstellung erhalten bleiben und der weiteren Nutzung des Gebietes dienen.
In der zweiten Hälfte des Jahres 2006 war die Umsiedlung der Bewohner und die Verlagerung der Industrie im Wesentlichen abgeschlossen und es begannen die Baumaßnahmen zur oberidischen infrastrukturellen Erschließung des Ausstellungsgeländes.
Gegen Ende des Jahres 2007 wurde mit dem Bau der ersten ausländischen Ausstellungspavillions begonnen.
Die vollständige Errichtung aller Pavillions, Parks und anderen Anlagen soll planmäßig gegen Ende des Jahres 2009 erreicht sein.
Laut Plan ist dann noch ein halbes Jahr Pufferzeit, die für Rest- und „Feinarbeiten“ sowie die Gestaltung der Ausstellungen in den Pavillions genutzt werden kann.
An- und Abfahrt zum Expogelaende
Nicht nur um die erwarteten 70 Millionen Besucher der Weltaustellung schnell und bequem transpoirtieren zu können, sondern auch um den in den nächsten Jahren weiter zunehmenden innerstädtischen Verkehr in diesem Teil der Stadt zu bewältigen, wurden und werden gewaltige Baumaßnahmen zur Stärkung des öffentlichen Nahverkehrs vorgenommen.
Neben dem bereits erwähnten Bau der zweiten Tunnelröhre wurde die Lupu-Brücke über den Huangpu-Fluß errichtet. Das Eisenbahn- und U-Bahn- Netzwerk in der Stadt wird bis zum Ende des Jahres 2010 rund 400 km umfassen. Gleichzeitig werden Straßen ausgebaut, so daß das System der innerstädtische Autobahnen und Hauptstraßen etwa 800 km erreicht. Bis zu diesem Zeitpunkt soll es dann weitere 15 Möglichkeiten geben, den Huangpu-Fluß zu überqueren.
Um der Erwartung gerecht zu werden, daß etwa 50 % der Besucher mit der U-Bahn fahren werden, um die Weltausstellung zu besuchen, wird das Expogelände durch die U-Bahnlinien Nr. 4, Nr. 7 Nr. 8 und Nr. 13 erschlossen.
Um den vielen täglichen Besuchern keine allzu langen Wartezeiten an den Ein- und Ausgängen zuzumuten, wurde eine ausreichende Zahl davon vorgesehen. Daneben gibt es auch Ein- und Ausgänge an den beiden Wasserfronten des Ausstellungsgeländes, die vor allem dem schnellen Übergang über den Fluß mittels Fähren dienen und den Zugang zum gegenüberliegenden Ausstellungsteil ermöglichen sollen.
An den Eingängen zum Expo-Gelände werden sowohl ausreichend Ticketschalter als auch genügend Sicherheitskonntrollbereiche vorhanden sein, damit es dort nicht zu Staus und langen Wartezeiten kommt.
Um den normalen Straßenverkehr im Bereich des Ausstellungsgeländes zu entlasten, werden für Taxis und Privatautos genügend Parkmöglichkeiten in einiger Entfernung zum Ausstellungsgelände geschaffen. Von dort kann man dann den öffentlichen Nahverkehr benutzen oder auf Shuttelbusse umsteigen, die direkt zu einem Eingang fahren oder sogar bis ins Expo-Gelände selbst, wenn man ein entsprechendes Ticket in der Stadt oder im Vorverkauf erworben hat. Für diese Busse stehen spezielle Ein- und Ausgänge zum und vom Ausstellungsgelände zur Verfügung.
Die Verkehrswege im Ausstellungsgelände sind so konzipiert, daß Fußgänger und Fahrzeuge sich auf getrennten Straßen bewegen.
Versorgungsfahrzeuge werden hauptsächlich in den Nachtstunden fahren.
Restaurants
Bei einer so großen Veranstaltung wie der Expo muß natürlich auch für dasl leibliche Wohl der Besucher gesorgt werden.
Die Besucher können aus einer breiten Palette von Angeboten wählen. Neben Landestypischem gibt es auch Internationales. Es gibt traditionelle Restaurants, Selbstbedienungs-Restaurants, Snack Bars, Cafes und vieles mehr.
Toiletten
Die Zahl der Toiletten ist entsprechend einer maximal erwarteten täglichen Besucherzahl von 800 000 Menschen geplant worden. Die Gesamtzahl der Toiletten wird 6150 betragen, wovon 4500 stationär sind und 1650 mobile Einrichtungen.
Aussteller
Für die Expo 2010 haben sich inzwischen 238 Teilnehmer angemeldet davon sind 27 internationale Organisationen wie z.B. das Rote Kreuz, die UNO oder die World Bank.
Kurze Beschreibung des Ausstellungsgeländes
Wie bei jeder Weltausstellung werden auch bei der Expo 2010 die meisten Einrichtungen und Ausstellungspavillions nach dem Ende der Ausstellung wieder abgebaut.
Da das relativ zentral gelegene Ausstellungsgelände in Shanghai aber anschließend in die weitere Stadtentwicklung einbezogen werden soll, sind viele Dinge so angelegt, daß sie permanent erhalten bleiben und sie problemlos weiter genutzt werden können.
Das trifft vor allem auf die technische Infrastruktur mit den Verkehrseinrichtungen, den Einrichtungen zur Ver- und Entsorgung und der Kommunikation als auch auf einen Teil der durch die Expo entstehenden sozialen Infrastruktur, vorwiegend repräsentiert durch die verbleibenden kulturellen Einrichtungen, zu.
Das größte, permanent erhalten bleibende Bauwerk ist die sogenannte „Expo - Achse“.
Sie befindet sich auf der Pudonger Flußseite im zentralen Teil des Ausstellungsgeländes. Es ist eine etwa 1000 m lange und 100 m breite überdachte Fußgängerzone mit zwei unterirdischen Etagen.
Während der Expo fungiert sie als der Haupteingangsbereich. An ihrem südlichen Ende vermittelt sie den Zugang zu den beiden U-Bahnlinien 7 und 8 und auf dem Expogelände zu vier permanenten Pavillions - dem „Chinese Pavilion“, dem „Theme Pavilion“, dem „Expo Center“ und den „Performance Center“. Das nördliche Ende befindet sich am „Celebrations Square“ am Huangpu Fluß.
Durch weitere unterirdische Passagen wird auch der Zugang zu der U-Bahnlinie 13 ermöglicht.
Neben Geschäften und Restaurants findet man hier auch Konferenz- und Ausstellungsräume.
Die Fußgängerzone ist mit einer etwa 800 m langen und etwa 80 m breiten, an 30 m hohen Masten aufgespannten transparenten Membrankonstruktion überspannt.
Trichterformige, an weitrandige, überdimensionierte Vasen erinnernde Stahl-Glas- Konstruktionen, die in die Membrankonstruktion integriert sind und bis in den Untergrund der Fußgängerzone reichen, erlauben dort zum einen eine natürliche Beleuchtung und zum anderen die Sammlung von Regenwasser, das dann zur Bewässerung der Grünanlagen und als Brauchwasser genutzt werden kann.
Gekühlt beziehungsweise beheizt werden die unterirdischen Anlagen mittels Wärmepumpen, die Flußwasser als Energiequelle benutzen.
Die „Expo - Achse“ wurde nach Entwürfen von „SBA“ - einem international tätigen Architektur- und Stadtplanungsbüro mit Sitz in Stuttgart und Repräsentanzen in Shanghai und Beijing gebaut. Das Unternehmen gewann im Juni 2006 den Wettbewerb um das beste Projekt.
Die Membrankonstruktion beruht auf Plänen des Stuttgarter Unternehmens „Knippers Helbig Advanced Engineering“.
Aus gegebenem Anlaß soll darauf hingewiesen werden, daß durch die dafür Verantwortlichen eine Untersuchung der geologischen Untergrundes und der Baugrundverhältnisse veranlaßt wurde sowie eine Einschätzung des seismischern Risikos.
Durch entsprechender Gründung und Konstruktion der Bauwerke wird deren Standsicherheit gewährleistet.
China Pavilion
Der chinesische Pavillion ist mit 63 m Höhe wohl einer der größten auf dem Gelände und wird mit Sicherheit ein Vorzeigeobjekt der Weltausstellung in Shanghai sein. Das Hauptgebäude des chinesischen Pavillons mit dem Namen "Die Krone des Ostens" hat ein charakteristisches Dach, das aus einer traditionellen Trägerkonstruktion besteht, die auf Chinesisch „Dougong“ genannt wird und die es seit mehr als 2000 Jahren gibt.
Ursprünglich bestand die „Dougong“-Konstruktion aus hölzernen Trägern, die als Abschluß auf einer Säule abwechselnd mit Querträgern übereinander geschichtet wurden. Dieses Bauelement von ineinander verschränkten Holzträgern war eines der wichtigsten Elemente in der traditionellen chinesischen Architektur.
Seit der Zeit der Frühlings- und Herbstperiode (770-467 v. Chr.) war diese Dachträgerkonstruktion weit verbreitet worden. Später während der Song-Dynastie (960-1279) wurde sie mehr zu einem Ornament für Paläste und Tempel.
Die 30 Meter hohe, von Etage zu Etage immer mehr nach außen kragende Dachkonstruktion nimmt etwa die Hälfte der Gesamthöhe des Pavillions ein.
Das Hauptgebäude ist ein 45.000 Quadratmeter großer Pavillon, in dem eine gemeinsame Ausstellung aus allen Provinzen, Städten und Gebieten Chinas gezeigt wird.
Für die Gestaltung der umgebenden Gartenanlage wurde der Stil der berühmten Gärten der Provinz Jiangsu gewählt.
Das Design des Pavillons hat allerdings auch bereits Kritik erregt, wobei Kritiker meinen, daß der Inhalt, der dem Design zugrunde liegt, zu komplex und zu symbolisch sei.
"Ein auffälliges Projekt ruft auf jeden Fall verschiedene Meinungen hervor", sagte He Jingtang, Mitglied der Chinesischen Akademie für Technik und Chefdesigner des China-Pavillons.
Der stellvertretende Direktor des Koordinationsbüros der Shanghaier Expo, Huang Jianzhi, fügte hinzu, daß der Pavillon auf den ersten Blick an China erinnere und "auffallend und unvergeßlich" sein wird.
Der „China Pavillon“ umfaßt einen nationalen Pavillon, einen gemeinsamen Pavillon für die Provinzen und Städte und separate Pavillons für Hong Kong, Macao und Taiwan.
Nach dem Ende der Weltausstellung wird der Pavillon sowohl als Museum als auch als Räumlichkeit für weitere wirtschaftlich Austellungen dienen.
Um mehr zu den anderen bleibenden Einrichtungen zu erfahren benutzen Sie bitte die unten angegebenen Links.
Hier soll noch kurz darauf hingewiesen werden, daß in enger Zusammenarbeit zwischen Veranstalter und ausländischen Ausstellern eine Auswahl getroffen wird, welche ausländischen Pavillions, die das Thema der Ausstellung besonders gut repräsentieren, nach dem Ende der Expo 2010 an anderer Stelle wieder aufgebaut werden sollen.
Expodorf
Wie es ein „Olympisches Dorf“ gibt wird es auch ein „Expo-Dorf“ geben. Es liegt im Osten des Ausstellungsgeländes auf der Pudonger Seite. Das 264.000 Quadratmeter große Dorf wird fünf Prozent des gesamten Expo-Geländes einnehmen. Während der 6 Monate dauernden Veranstaltung werden Delegationen aus über 200 verschiedenen Ländern in dem Dorf zusammenleben. Das 26-stöckige Fünf-Sterne- Hotel „Inter Continental“ ist ein Luxushotel, in dem die Staatsgäste und VIPs während der Weltausstellung untergebracht sein werden.
Daneben wird es ungefähr 20 Apartmenthotels und drei preisgünstige Hotels geben.
Insgesamt stehen damit 70 000 Betten zur Verfügung.
Einige ehemalige Fabriken sind in das Ensembel einbezogen worden. In Ihnen werden berühmte Shanghaier Lokale der 1930er Jahre wieder auferstehen, die damals in Nachahmung westlicher Lokale entstanden.
Fluß- Park- Landschaft
Das Gelände der Expo 2010 ist zur Flußseite hin mit einer auch nach Ende der Expo weiter bestehenden Fluß-Park- Landschaft versehen worden.
Eröffnungs- und Abschlußzeremonie sowie weitere Höhepunkte
Die Eröffnungszeremonie der Expo 2010 in Shanghai ist für den Abend des 30. April 2010 geplant. Neben Indoor- Veranstaltungen sind auch Aktivitäten im Freien [Expo Center and Performance Center] und auf dem Fluß geplant.
Am 1. Mai erfolgt dann die Zeremonie zur Eröffnung des Expo-Gartens.
Die chinesischen Feste „Drachenboot Fest“ am 16. Juni 2010, der „Chinesische Valentins Tag“ am 16. August 2010 und das „Mitte-Herbst Fest“ am 22. September 2010 werden für weitere kulturelle Höhepunkte sorgen.
Am 1. Oktober wird es Feierlichkeiten anläßlich des Nationalfeiertages geben und am 31. Oktober die Abschlussveranstaltung.
Darüberhinaus sind zahlreiche weitere hochwertige Kulturveranstaltungen geplant. Dazu wurden weltweit Künstler für 680 Veranstatungen eingeladen.
Die Teilnahme an den Veranstaltungen ist für die Expo-Besucher inbegriffen. Beschränkungen wird es nur hinsichtlich der Zahl der zur Verfügung stehenden Zuschauerplatze geben.
Kosten der Expo 2010 Shanghai
Hier soll noch kurz auf ein endloses Thema eingegangen werden, das aber immer wieder von allgemeinem Interesse ist - die Kosten.
Die Gesamtinvestion für die Expo besteht aus drei Haupteilen:
- den Investitionen für die Umsiedlung der Bewohner des Industriegebietes,
- den Investitionen für die Hauptprojekte [wie die Infrastruktur des Expogeländes, China Pavillion, Themen Pavillions, Pavillions für die internationalen Organisationen, gemeinsam genutzte Pavillions, Community Center, Performance Center, u.v.m.] und
- den Investionen, die für die Aufrechterhaltung des laufenden Expo-Betriebes
benötigt werden.
Die Investitionen für die Umsiedling der Bewohner des Industriegebietes auf der die Expo 2010 stattfinden soll wird aus einem besonderem Fond vorgenommen.
Die Gesamtinvestion der Expo 2010 bezüglich der Hauptprojekte wird etwa geschätzte 18 Milliarden Yuan RMB betragen.
Die Zentralregierung und die Shanghaier Stadtverwaltung werden gemeinsam 7,15 Milliarden Yuan RMB direkt investieren, was etwa 40 Prozent des Gesamtvolumens entspricht.
Darüberhinaus werden für 8 Milliarden festverzinsliche Wertpapiere ausgegeben, was etwa 44 Prozent des Gesamtvolumens entspricht.
Die restlichen 2,85 Milliarden Yuan RMB sollen durch Bankdarlehen und Sponsoren aufgebracht werden.
Die Investionen die für die Aufrechterhaltung des laufenden Expo-Betriebes [wie Grundstücksverwaltung, Wasserver- und -entsorgung, Stromversorgung, Eröffnungs- und Abschlußveranstaltung, Telekommunikation, Marketing, Kosten für VIP’s, Sicherheitsvorkehrungen, Verwaltung, Versicherungen, u.v.m.] werden auf 10.68 Milliarden Yuan RMB geschätzt.
Diese Mittel werden hauptsächlich durch die Regierung bereitgestellt und im wesentlichen durch Ticketverkauf, Sponsoring, Lizenzvergabe u.a.m. wieder erwirtschaftet.
Der geplante Verlust wird auf etwas mehr als eine Milliarde Yuan RMB geschätzt.
[Vergessen wir nicht, daß die Verluste die durch die Expo 2000 in Hannover erzeugt wurden, ein Vielfaches davon - in Deutscher Mark - waren. Hoffen wir daß die Planer in China ein wacheres Auge haben.]
In die gesamte Infrastruktur der Stadt wird im Zusammenhang mit der Weltaustellung ein Vielfaches von dem investiert werden , was für das eigentliche Ausstellungsgebiet nötig ist.Man muß dabei aber unbedingt berücksichtigen, daß das natürlich nicht nur der Unterstützung der Weltausstellung dient sondern der gesamtem Stadtentwicklung nach der Expo.
Eintrittskarten
Für den Besuch der Expo 2010 in Shanghai gibt es eine große Auswahl an Tickets.
“Peak Day Single Day Admission”
“Peak Day Special Admission”
1. bis einschließlich 3. Mai 2010
1. bis einschließlich 7. Oktober 2010
25. Oktober bis einschließlich 31. Oktober
Das sind insgesamt 19 “Peak Days”
Wer ein „Peak Day“-Ticket hat kann die Expo zu dem auf dem Ticket angegeben Datum besuchen oder zu einem beliebigen „Standard Day“
“Standard Day Single Day Admission”
“Standard Day Special Admission”
ein “Standard Day” bedeutet jeden Tag, ausschließlich der Tage, die als „Peak Day“ gekennzeichnet sind.
Das sind insgesamt 168 “Standard Days”
“3 Day Admission”
“7 Day Admission”
Wer ein “3 Day” oder ein “7 Day” Ticket hat, kann die Expo an 3 oder 7 beliebigen „Standard Days“ besuchen. Der Eintritt wird aber nur einmal am Tag gewährt. Ein “3 Day” oder ein “7 Day” Ticket sind technisch jeweils 3 bzw. 7 Einzeltickets.
“Evening Admission”
Wer ein „Evening“ Ticket besitzt, kann die Expo erst nach 17:00 Uhr besuchen und nur an einem „Standard Day“.
“Group Admission”
Ein Gruppenticket kann für Gruppen mit 15 oder mehr Personen ausgegeben werden.
Ein Gruppenticket für Studenten kann nur für Gruppen mit 30 oder mehr Personen ausgegeben werden.
Gruppentickets müssen im Voraus bestellt werden.
Gruppentickets können nur über dafür autorisierte Reisebüros, in Form eines Pakets mit Führer, erworben werden.
Gruppentickets für Studenten können nur über dafür autorisierte Reisebüros, in Form eines Pakets für Studenten mit Führer, erworben werden oder durch die Bildungseinrichtung.
“Special Admission”
Ermäßigte Tickets werden gegen Vorlage des Ausweises für Behinderte, Studenten und für Personen, die vor 1950 geboren wurden, ausgegeben und an Kinder die über 1,2 m groß sind. [Für Kinder kleiner als 1,2 m ist der Eintritt frei.]
Wer ein “Special Admission” Ticket besitzt, kann an dem darauf angegeben Tag oder einem beliebigen „Standard Day“ die Expo besuchen.
Seit dem 1. Juli 2009 sind sowohl Eintrittskarten für Gruppen als auch für Einzelpersonen im Verkauf.
Öffnungszeiten
Das Ausstellungsgelände sowie die Ausstellungspavillions sind für die Besucher in der Zeit vom 1. Mai bis 31. Oktober 2010 geöffnet.
Die Öffnungszeit für das Ausstellungsgelände ist von 9:00 bis 24:00 Uhr [15 Stunden], die Öffnungszeit für die Pavillions ist von 9:30 bis 22:30 Uhr [13 Stunden].
Die Öffnungszeiten der Handeleinrichtungen auf dem Expogelände sind die gleichen wie für das Gesamtgelände [9:00 bis 24:00 Uhr].
Nachnutzung des Expo-Gelaendes
Wie oben schon erwähnt wird nach Ende der Weltausstellung das Gelände in die weitere Stadtentwicklung einbezogen.
Shanghai soll nicht nur eine Stadt von wirtschaftlicher Bedeutung sein, sondern auch ein Zentrum des internationalen Kulturaustausches. In dieser Hinsicht liegt Shanghai aber weit hinter anderen Weltmetropolen zurück.
Deshalb soll das Gelände der Expo nicht nur den weiter wachsenden Bedarf an „first class office buildings“ in einer dort entstehenden internationalen Handelszone befriedigen, sondern auch den Bedarf an ausgezeichneten kulturellen Einrichtungen.
Darüber hinaus werden auf dem Gelände Einrichtungen für den Tourismus und hochwertige Wohnanlagen entstehen. Die vorhandenen Versorgungseinrichtungen bleiben deshalb erhalten und werden weiter ausgebaut.
Bis zum Jahr 2020 soll die vollständige Entwicklung des Gebietes abgeschlossen sein.
Infos und Medien
Ein Ereignis von Weltbedeutung wie die Expo 2010 benötigt natürlich auch gute Arbeitsmöglichkeiten für die Medien. Aus diesem Grund wurde ein Zentrum für 3000 Medienvertreter errichtet.
Das erstemal in der Geschichte der Weltaustellungen wurde in enger Zusammenarbeit mit dem „Bureau International des Exhibitiones“ [BIE] die Möglichkeit einer „online expo“ geschaffen.
" Online Expo Shanghai" ist ein integraler Bestandteil der Weltausstellung in Shanghai und ein ganz neuer Weg eine Weltausstellung zu präsentieren. Die Benutzer der „Expo Shanghai Online” können mit dem Veranstalter und den Ausstellern kommunizieren, um ihr Informationsinteresse zu befriedigen, auch wenn sie selbst keine Gelegneheit haben, die Weltausstellung persönlich zu besuchen.
Internetlinks zur Expo
Man könnte noch endlos weitere interessante Fakten aufzählen. Besser ist aber Sie schauen selbst einmal nach. Im folgenden haben wir Ihnen einige interessanten Webseiten aufgelistet:
die offizielle Webseite der Weltausstellung in Shanghai
http://en.expo2010.cn/index.htm [in englisch]
"Online Expo Shanghai"
http://en.expo2010.cn/sr/node2292/indexn.htm [in englisch]
die Webseite des „Bureau International des Exhibitiones“ [BIE]
http://www.bie-paris.org/main/index.php?m2=344 [in englisch]
die Webseite Deutschlands zur Expo 2010
http://www.expo2010-germany.com/erleben/expo-2010/expo-2010-shanghai/
die Webseite Österreichs zur Expo 2010
http://www.expoaustria.at/
die Webseite der Schweiz zur Expo 2010
http://www.swisspavilion.ch/de/home.html |