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Mit dem eigenen Auto durch China

Der Artikel könnte natürlich auch heißen:
    Mit dem eigenen Motorrad durch China
oder
    Mit dem eigenen Fahrzeug durch China
Denn die Regelungen diesbezüglich und die notwendigen Vorbereitungen unterscheiden sich kaum voneinander.

Mit dem eigenen Auto durch China

Reise durch China mit dem eigenen Auto
Zuckerrohrfeld bei Haiyang, Lingchuan, Guilin, Guangxi

Reisen in China und durch China mit dem eigen Fahrzeug [Motorrad, PKW, LKW, Wohnmobil] sind nichts Unmögliches mehr, wenn auch immer noch etwas Außergewöhnliches.

Deshalb bedarf es einer umfangreichen Vorbereitung, nicht nur im Heimatland, sondern auch in China und der Hilfe eines chinesischen Reiseveranstalters.
Über ihn sind die ganze Genehmigungsprozedur  –  Passierscheine, ständiger Reiseführer, Kaution für das oder die Fahrzeuge usw.   –  sowie die Zusammenarbeit mit den chinesischen Behörden abzuwickeln. Auch stellt er die notwendigen Unterlagen für die Beantragung des Visums bereit.

Am Anfang jeder Reise steht die Planung der Reiseroute.  
Das klingt recht trivial, ist es aber nicht.
Abgesehen davon, daß nicht nur der Weg das Ziel ist und man auch Zeit für Besichtigungen und Erholung einplanen muss, bedarf es in China der vorbereitenden Genehmigung der Route, die man mit dem eigenen Fahrzeug fahren will. 
Die genehmigte Route kann man nicht einfach nach „Gefühl und Wellenschlag“ ändern, da Durchfahrtsgenehmigungen von den einzelnen Provinz- und gegebenenfalls Militärbehörden erteilt werden müssen.
Es bedeutet zwar nicht, daß kleine Abweichungen von der Route nicht möglich sind, insbesondere wenn man anschließend wieder auf sie zurückkehrt, aber prinzipiell ist man an die Route gebunden. Der ständige Reiseführer wird Sie bei diesbezüglichen Fragen gern beraten.

Bei der Planung der Reiseroute ist zu berücksichtigen, daß z.B. in Xinjiang und Tibet Wohnmobilen bei der Durchfahrt durch bestimmte Gebiete größere Restriktionen auferlegt werden, als geländegängigen PKW. Auch ist das nächtliche Parken von Wohnmobilen im ganzen Land mit Einschränkungen gegenüber PKW und Motorrädern belegt.

Wie lange man an einem Ort verweilt und wo man übernachtet, ist dann nicht mehr vorgeschrieben. Bei einem Aufenthalt von mehr als 24 Stunden an einem Ort ist jedoch die Meldevorschrift zu beachten, die man z.B. mit dem Einchecken in ein Hotel erfüllt.

Im Zusammenhang mit der Planung der Reiseroute steht die Festlegung der Grenzübergänge [Landweg oder Häfen] und des Datums der Passage.
Erstens muss der ständige Reiseführer auch an dem Tag, an dem Sie die Grenze passieren wollen, dort auf Sie warten, und zweitens muss die Grenze, wenn Sie ankommen, auch geöffnet sein.
Hier sind Feiertage in den beiden angrenzenden Ländern und Mittagspausen sowie Zeitunterschiede diesseits und jenseits der Grenze zu berücksichtigen. Die meisten Grenzübergänge haben nur beschränkte Öffnungszeiten für Touristen. Auch sollten Wochenenden vermieden werden, da es zu diesen Zeiten ebenfalls zu Einschränkungen der Abfertigung kommen kann.

Zu dem bereits mehrfach erwähnten ständigen Reiseführer ist folgendes zu sagen:
In Xinjiang und in Tibet ist jeweils ein Reiseführer aus der Provinz zuständig. Für die anderen Provinzen des Landes gibt es keine Vorschrift über dessen Herkunft.

Ja, wir kennen die endlose Diskussion über die Notwendigkeit eines ständigen Reiseführers und die dadurch entstehenden Kosten.
Und ja, wir kennen auch die Vorschriften, die Details und Hintergründe.

Hier nur soviel dazu: die Begleitung der Selbstfahrer durch einen ständigen Reiseführer ist nicht das Mittel um die Kosten in die Höhe zu treiben, sondern ist die Garantie dafür, daß die Selbstfahrer nicht zu sehr von der geplanten Route abweichen, was leider immer wieder vorkam, und zu großen Problemen für alle Beteiligten führte.

Solange man in China mit dem eigenen Fahrzeug auf einer geplanten Route reisen muss, solange wird es wohl auch eine Begleitung geben.

Gegenwärtig geht bei keinem Reiseveranstalter mehr der Weg daran vorbei, auch wenn das mal zeitweise anders war.

Neben der Funktion als Reiseführer ist die Aufgabe des ständigen Begleiters das Mitführen aller Genehmigungsunterlagen, die bei Verkehrs- und Straßenkontrollen und bei der Ein- und Ausfuhr der Fahrzeuge benötigt werden, sowie die Unterstützung der Reisenden bei den einzelnen Prozeduren.

Wenn bei der Reise kein Platz für den Reiseführer und sein Gepäck im Fahrzeug der Reisenden vorhanden ist, muss der Reiseführer in einem Begleitfahrzeug mitfahren. Das verursacht natürlich zusätzliche Kosten.

Sollten bei der Anreise Verspätungen gegenüber dem geplanten Einreisedatum auftreten, empfiehlt es sich, rechtzeitig mit dem chinesischen Reiseveranstalter Kontakt aufzunehmen, damit der ständige Reiseführer nicht umsonst an der Grenze wartet, denn das verursacht ebenfalls zusätzliche Kosten.

Bei Verspätungen innerhalb Chinas bezüglich des geplanten Ausreisedatums ist zu prüfen, ob die Verspätung noch innerhalb der Gültigkeitsdauer des Visums ist. Nötigenfalls muss man die Verlängerung des Visums beantragen. Der ständige Reiseführer und der chinesische Reiseveranstalter werden sie gern beraten und unterstützen. Auch hier ist zu berücksichtigen, daß dadurch zusätzliche Kosten entstehen.

Man sollte also für beide Fälle Puffer in den Zeitplan einbauen

Wenn Reisende auf ihrer Tour gelegentlich nicht im Hotel übernachten wollen, sondern „unter freiem Himmel“ oder im Zelt, sollten sie das dem Reiseveranstalter rechtzeitig mitteilen, damit der Reiseführer danach ausgesucht werden kann, bzw. man hat eine entsprechende Ausrüstung auch für diese Person dabei.

Auch ist es günstig, daß man sich vorher Gedanken darüber macht, wie und wo man seine Mahlzeiten einnehmen will, und daß man auch das dem Reiseveranstalter mitteilt, denn auch darin müssen sich die Reisenden und die Begleitperson einigen, bzw. es muss darauf schon bei der Wahl der Begleitperson geachtet werden. Nicht jeder Reiseführer ist auf Presskeks, Nudeln, Konserven und Ähnliches auf die Dauer von mehreren Wochen eingestellt.

Ebenfalls sollte man sich rechtzeitig darüber verständigen, ob der Reiseführer unbedingt Deutsch sprechen muss oder ob es auch mit Englisch geht. Besonders in Xinjiang und Tibet ist die Zahl der Deutsch sprechenden Reiseführer gering.

Bei Reisen mit dem Motorrad ist zusätzlich zu berücksichtigen, daß die Autobahnen in China prinzipiell für Motorräder gesperrt sind. Auch wenn es immer mal wieder Berichte gibt, daß dieses Verbot nicht generell durchgesetzt wird, sollte man es bei der Zeitplanung jedoch berücksichtigen.

Ein weiterer entscheidender Punkt ist die Kaution, die bei der Einfuhr der Fahrzeuge nach China hinterlegt werden muss, und die bei der ordnungsgemäßen Ausfuhr zurückerstattet wird.
Die Kaution wird nach dem aktuellen Wert jedes einzelnen Fahrzeuges durch den Zoll festgelegt. Das erfolgt schon im Vorfeld der Reise.
Bei guter Zusammenarbeit der Reisenden mit uns, sind wir bereit und befugt die Kaution zu stellen. Damit entfällt ein großes organisatorisches Problem für die Reisenden.

Ein Carnet de Passage, das in vielen Ländern verwendet werden kann, gibt es für China noch nicht. Sicher ist hierfür der mangelnde politische Wille aller beteiligten Länder verantwortlich, andererseits ist der Reiseverkehr mit privaten Fahrzeugen von und nach China noch nicht in dem Umfang, daß es sich lohnen würde, entsprechende Abkommen zu verhandeln.  

Weitere wichtige Punkte, die die Einbeziehung eines chinesischen Reiseveranstalters begründen, sind die Ausstellung einer chinesischen Fahrerlaubnis, die Erteilung chinesischer Nummernschilder für die Fahrzeuge, sowie der Abschluss der notwendigen Versicherungen.

Inzwischen hat sich China weit eine relativ einheitliche Prozedur für die Erteilung der entsprechenden Erlaubnisse usw. herausgebildet. 

Wir als Reiseveranstalter benötigt folgende Unterlagen für die Vorbereitung der Reise:
- einen hochauflösenden Scan der Pässe der Reisenden, dazu noch die Angabe der Berufe/ ausgeübte Tätigkeit/ Arbeitsstelle. Sollten die Reisenden, im weitesten Sinne, journalistisch tätig sein, bedarf es weiterer spezieller Informationen.

- einen hochauflösenden Scan der Führerscheine aller Fahrzeugführer während der Reise

- ein digitales, hochauflösendes, aktuelles Passfoto jedes Reisenden

- digitale, hochauflösende Fotos der Fahrzeuge von vorn, von beiden Seiten und von hinten, die Nummernschilder müssen gut erkennbar sein

- einen hochauflösenden Scan der Fahrzeugpapiere / Zulassung / TÜV

- einen hochauflösenden Scan der Kaufurkunde für das Fahrzeug, aus der der Wert des Autos hervorgeht; daraus berechnet sich unter anderem die Kaution, die für das Auto bei der Einfuhr nach China, hinterlegt werden muss, sowie die Kosten für die entsprechenden Versicherungen.

Des Weiteren werden Informationen zu der Automarke resp. Motorradmarke, dem Modell, Länge, Breite des Fahrzeuges, der Farbe, dem Herstellungsland, dem Herstellungsdatum, dem deutschen Kennzeichen, der Fahrgestellnummer, der Motornummer, dem Hubraum, der Anzahl der Zylinder, dem Gewicht [unbeladen] und dem verwendeten Kraftstoff, benötigt, sowie die Information, ob das Auto über Links- oder Rechtssteuerung verfügt.

Es wird empfohlen, diese und andere wichtige Daten als Papierkopien und auf Datenträger – CD-Rom oder auf einem USB-Stick, eventuell auch im Internet abrufbar – mit sich zu führen, damit sie im Notfall immer verfügbar sind.

Der Bearbeitungszeitraum, um alle notwendigen Genehmigungen, Papiere usw. zu erhalten, beträgt in der Regel etwa 3 Monate. Berücksichtigt man dazu noch die notwendige Zeit zur Besprechung der Reiseroute und der anderen oben erwähnten Details, sollte man so früh wie möglich Kontakt mit dem chinesischen Reiseveranstalter aufnehmen.

Der Service resp. die Passage ist an den einzelnen Grenzübergängen allerdings recht unterschiedlich, je nachdem, wie oft ausländische Reisende mit eigenem Kraftfahrzeug den Grenzübergang benutzen. Dasselbe gilt für die entsprechenden Provinzverwaltungen, ihre Erfahrungen, Bearbeitungszeiten von Anträgen und den Gebühren die dafür durch sie erhoben werden.

Zu berücksichtigen ist ebenfalls, daß nicht alle bestehenden Grenzübergänge für Kraftfahrzeuge aus Drittländern geöffnet sind.

Die Ein- und Ausreise über Seehäfen ist mit einem größeren Aufwand und damit entsprechenden höheren Kosten als auf dem Landweg verbunden.

Soll bei der Reise mit dem eigenen Kraftfahrzeug Tibet besucht werden, bedarf es zusätzlicher, besonderer Permits.
Für den Besuch der Provinz Tibet benötigt man unabhängig vom Visum für China noch eine besondere Einreiseerlaubnis [Tibet Permit], die man aber nicht außerhalb Chinas erhalten kann, sondern nur bei chinesischen Reiseveranstaltern.
Sie wird aber nur erteilt, wenn der Reisende die Dienste eines Reiseführers einer in der Provinz Tibet ansässigen Agentur in Anspruch nimmt und ab einer Reisedauer von mindestens drei Tagen. Die Zusammenarbeit mit der Agentur in der Provinz Tibet kann von jeder in China ansässigen Agentur, auch außerhalb der Provinz Tibet, organisiert werden, so daß hier kein zusätzlicher persönlicher Kontakt des Reisenden mit der Agentur in der Provinz Tibet notwendig ist.

Für die Beantragung des Visums im Falle einer Reise mit dem eigenen Kraftfahrzeug wird ebenfalls die Zusammenarbeit mit einer Agentur nötig, da diese die entsprechenden Reisebestätigungen für die chinesischen Botschaften ausstellen muss.

Für mehr und detailliertere Auskünfte bezüglich einer Reise mit dem eigenen Fahrzeug [Motorrad, PKW, LKW, Wohnmobil] durch China steht Ihnen der chinesische Reiseveranstalter www.china-entdecken.com gern mit Rat und Tat zur Verfügung.

„china-entdecken.com“ 11. Januar 2018



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