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Der Chinesische Stör(Acipenser sinensis) ist eine Fischart aus der Gattung der Störe (Acipenser).

Weil sein Bauplan sich seit der Kreidezeit wenig verändert hat, wird er oft auch als lebendes Fossil bezeichnet.

Der Chinesische Stör weist den typischen langgestreckten Körperbau der Störe auf.
Vier Barteln umgeben das unterständigen Maul.
Entlang des Körpers verlaufen fünf Reihen von Knochenplatten.
Er kann bis 4 m lang, mehr als 500 kg schwer und viele Jahrzehnte alt werden.

Das Verbreitungsgebiet des Chinesischen Störs umfaßte die geamte Küste Chinas – den Golf von Bohai, das Gelbe Meer, das Ostchinesische Meer und das Südchinesische Meer – die Küsten um die koreanische Halbinsel sowie die Küste an der Westseite als auch an der Ostseite Japans.

Obwohl die Fische die meiste Zeit ihres Lebens im Salzwasser verbringen, schwimmen sie mit Erreichen der Geschlechtsreife – männliche Tiere erreichen sie mit 9 bis 18 Jahren, weibliche mit 14 bis 26 Jahren - die Flüsse, die ins Meer münden, aufwärts, um zu laichen. Man konnte sie deshalb, einem Bericht aus dem Jahre 1834 zufolge, z.B. im Liao He, im Huang He [Gelben Fluß], im Chang Jiang [Yangtze], im Qiantang Jiang [Fuchun River], im Ou Jiang, im Min Jiang und im Zhu Jiang [Pearl River], im Yalu Jiang an der chinesisch-koreanischen Grenze und dem Han River in Südkorea beobachten. In diesen Flüssen schwammen sie, auch über die Nebenflüsse, sehr weit ins Landesinnere.

Im Yangtze beginnt die Wanderung im Zeitraum Juli – August; im September bis Oktober erreichen sie den Gezhouba-Staudamm bei Yichang, der seit seinem Bau die Wanderung weiter bis in den Oberlauf des Flusses verhindert. Hier halten sie sich dann bis zum nächsten Jahr auf, um im Oktober und November in kies- und gesteinsreichen Regionen ihren Laich absetzen.

Nach dem Ablaichen bleiben die Fische beim Laich und wandern später mit den Jungfischen langsam flußabwärts in den Küstenbereich, wo sie sich wohl für die längste Zeit ihres Lebens aufhalten. Wie sie im offenen Meer wandern ist unbekannt.
Adulte Fische verbringen bei einer Laichperiode bis zu 15 Monate im Flußwasser.

Durch Dämme, die die Wanderwege abschneiden, Umweltverschmutzung, Zerstörung der Laichgründe und exzessive Überfischung wurde auch der Chinesische Stör - wie alle anderen Störarten weltweit - an den Rand des Aussterbens getrieben.

Nach dem Bau des Gezhou Staudamms im Yangtze wurde man sich auch hier dieser Probleme zunehmend bewußt.

Zwar begannen zur Überrachung und Freude aller, die aus den Meer den Fluß aufwärts wandernden Chinesischen Störe kurz unterhalb des Gezhouba Staudammes zu laichen.
Da aber die Überlebensrate der jungen Brut in freier Wildbahn durch Freßfeinde recht gering ist und durch Umwelteinflüsse ebenfalls stark beeintrachtigt wird, war es offensichtlich, daß sich die Zahl der im Yangtze laichenden Störe nicht von allein erholen würde, zumal die Zahl der adulten Tiere mit der Zeit rapide abnahm.

Deshalb wurde 1982 die "330 Fisherei Abteilung" durch das “Ministerium für Wasserresourcen und Elektroenergie” gegründet.

1985 bekam diese Abteilung den Status eines “Forschungsinstitutes für künstliche Fortpflanzung des Chinesischen Störs”

1993 wurde daraus das “Forschungsinstitut für den Chinesischen Stör” innerhalb der staatlichen “Gezhouba Group Company Ltd”, der späteren “China Gezhouba Group Company Limited”.

Am 1.September 2008 ging das Forschungsistitut zusammen mit der “China Gezhouba Group Company Limited” in die staatliche “China Three Gorges Project Corporation" über.

Seit Ende September 2009 firmiert die “China Three Gorges Project Corporation” unter dem neuen Namen “China Yangtze Three Gorges Project Group Corporation”

Die Aufgabe des “Forschungsinstitutes für den Chinesischen Stör” ist es, in Zusammenarbeit mit anderen Institutionen wie z.B. dem “Yangtze Fischerei Forschungsinstitut“ der ”Chinesischen Akademie für Fischwissenschaften” des “Ministeriums für Landwirtschaft” die künstliche Fortpflanzung des Chinesischen Störs zu erforschen und großmaßstäblich zu organisieren.

Zu diesem Zweck wurden bis vor Kurzem jedes Jahr adulte Tiere gefangen, um die Eier und den Samen der Fische zu gewinnen und die Aufzucht von Hunderttausenden von Jungfischen zu ermöglichen, die, wenn sie eine bestimmte Größe errreicht hatten, in den Yangtze entlassen wurden.

Seit Beginn der künstlichen Aufzucht sind mehr als zwanzig Jahre vergangen, in denen etwa 6 Millionen Jungstöre freigesetzt wurden.

Inzwischen verfügt das “Forschungsinstitutes für den Chinesischen Stör” über geschlechtsreife männliche und weibliche Chinesische Störe aus eigener Aufzucht. Ende September 2009 gelang es erstmals Jungfische der ersten Generation von in Gefangenschaft aufgewachsenen Chinesischen Stören heranzuziehen.

So wie anderen Orts auf der Welt, hofft man auch hier am Yangtze, daß mit der Aufzucht bedrohter Störarten und dem Freisetzen von Jungfischen ein wichtiger Beitrag gegen das Aussterben der Fische in den freien Gewässern geliefert werden kann.

Um diese Arbeit zu unterstützen wurden die Laichgründe unterhalb des Gezhou Staudammes zum “Naturreservat für den Chinesischen Stör” erklärt und unter Schutz gestellt.
Das Gleich trifft für die Gewässer im Mündungsgebiet des Yangtze vor der Insel Chongming nördlich Shanghais zu. Hier versammeln sich die zu dem Laichgrund bei Yichang den Fluß aufwärts schwimmenden adulten Tier sowie die den Fluß abwärts schwimmenden adulten und Jungstöre. Deshalb wurde hier das 276 km2 große “Naturreservat Yangtzemündung” eingerichtet, in dem vom 1. Mai bis 31. Oktober ein absolutes Fischfangverbot besteht.

Um die Bemühungen zum Erhalt des Chinesischen Störs einer breiten Öffentlichkeit darzustellen und um ein tieferes Verständnis für die Notwendigkeit des Umweltschutzes in der Bevölkerung zu erwecken, wurde 1993 das “Museum für den Chinesischen Stör” als Teil des “Forschungsinstitut für den Chinesischen Stör” in Yichang eröffnet.

Das Museum befindet sich im sogenannten “Stör - Park” auf der Insel Xiaoxita im Huangbai Fluß, der oberhalb des Gezhou Staudammes innerhalb der Stadt Yichang in den Yangtze mündet.

In dem Park, der eine Fläche von etwa 20 000 m2 hat, gibt es neben dem eigentlichen Störmuseum und einem Becken in dem große Chinesische Störe beobachtet werden können noch Häuser für den ebenfalls bedrohten Chinesischen Alligator (Alligator sinensis), den Chinesischen Riesensalamander (Andrias davidianus) und den Schwertstör (Psephurus gladius).

[© china-entdecken.com, Gert Wiemeier ]

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