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Der Pule Tempel wurde im Jahr 1766 erbaut. Hier empfing der Kaiser jährlich die Tributdelegationen mongolischer Würdenträger. Er ist einer der acht Tempel, welche sich auf dem Gebiet der Sommerresidenz in Chengde befinden. Somit ist auch der Pule-Tempel seit 1994 Weltkulturerbe. Sein Standort ist eine Ebene, von welcher aus man einen beeindruckenden Blick auf die umliegenden Berge hat und die Gesamtfläche des Tempels umfasst 24.000 Quadratmeter.

Der Name des Pule Tempels bedeutet „Tempel der Universalen Freude“ oder auch „Tempel des Allgemeinen Glückes“. Im Volksmund spricht man jedoch auch gerne vom „runden Pavillon“. Diese Bezeichnung rührt von einem Gebäude im hinteren Teil des Komplexes her, welches eine verkleinerte Nachbildung eines Gebäudes aus dem Himmelstempel in Peking, der runden Halle der Ernteopfer, ist.

Die Architektur des Tempels verbindet klassisch chinesischen Baustil mit tibetischen Elementen. Dabei ist der vordere Teil des Komplexes im chinesischen Stil gehalten, während der hintere Teil ein tibetisches Mandala darstellt. Diese beiden Teile werden durch die Halle des zeitlosen buddhistischen Dharma getrennt. Doch auch neben der Architektur an sich ist der Pule Tempel beeindruckend und lohnt mit Sicherheit einen Besuch. Den neben einer Vielzahl von erlesenen Buddha-Statuen sorgen die bunten Ornamente und farbenfrohen Verzierungen für einen überwältigenden Eindruck.