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Der Putuo Zongcheng Tempel, der auch "Kleiner Potala-Tempel" genannt wird, ist einer der acht buddhistischen Tempel, die die Sommerresidenz in Chengde umgeben. Dabei befindet sich dieser Tempel im Norden des Parks auf einem kleinen Hügel am sogenannten „Löwental“. Er wurde von Kaiser Qianlong in Auftrag gegeben und zwischen den Jahren 1767 und 1771 errichtet. Seit 1994 ist er, sowie die gesamte Sommerresidenz in Chengde, UNESCO Weltkulturerbe.

Der Baustil des Putuo Zongcheng Tempel ist zugleich jenem der Han-Chinesen und der Tibeter nachempfunden. Das beste Beispiel für den großen Einfluss der tibetischen Architektur auf den Bau des Tempels ist das Hauptgebäude, die „Große Rote Terrasse“. Dieser Bau ist eine Nachbildung des Hauptgebäudes des tibetischen Potala-Palastes, des einem Jahrhundert zuvor errichteten Heiligtums des Dalai Lama in Lhasa.

Der Anlass für den Bau des Tempels war eine gemeinsame Feier des 60. Geburtstages des Kaisers selbst sowie des 80. Geburtstages seiner Mutter. Zudem sollte durch ihn Chengde einen Tempel erhalten, der in Größe und Pracht mit dem Potala-Palast mithalten konnte. Doch der Putuo Zongcheng Tempel diente nicht nur für buddhistische Zeremonien und Feierlichkeiten. Hier kam der Kaiser außerdem mit Entsandten aus ethischen Minderheiten zusammen, um in einer friedvollen Atmosphäre Gespräche führen zu können.