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Das Chinesische Nationalmuseum
Das Chinesische Nationalmuseum

Das Chinesische Nationalmuseum - Zhongguo guojia bowuguan - an der Ostseite des Tiananmen- Platzes in Beijing hat zwei Wurzeln.
Die eine ist das „National Museum of Chinese History“, dessen Vorläufer – der „Preparatory Office of the National Museum of History“ – im Jahr 1912 gegründet wurde. Die andere Wurzel ist das „National Museum of the Chinese Revolution“, dessen Vorläufer- der „Center Revolutionary Museum Preparatory Office“ - im Jahr 1950 gegründet wurde.

Als das Gründungsdatum der beiden Nationalmuseen gilt das Jahr 1958.

Vor allem aus ökonomischen Gründen fanden beide ihren Platz in einem gemeinsamen Gebäude.
Das Gebäude der beiden Museen wurde als eines der „Zehn großen Gebäude“ [shi da jianzhu] errichtet, die anläßlich des zehnten Jahrestages der Gründung der Volksrepublik China im Stil des sogenannten „sozialistischen Klassizismus“ entstanden.

Der Name der beiden Museen wechselte im Laufe der Geschichte. Von 1969 bis 1983 firmierten die beiden Museen gemeinsam als „National Museum of Chinese Revolution and History“. Danach wurden sie wieder selbständig.

Seit Mitte der 1980er Jahre wurden Pläne für ein „Chinesisches Nationalmuseum“ geschmiedet. Bis zu ihrer Realisierung sollten aber noch einige Jahre vergehen.

Das Deutsche Architektenbüro „Gerkan, Marg und Partner (gmp)“ gewann in Zusammenarbeit mit der „China Academy of Building Research“ die Ausschreibung für den Bau des Nationalmuseums. Dieses sollte durch Umbau und Erweiterung der beiden bestehenden Museen entstehen.
Um den Gesamteindruck des Ensembles des Tiananmen- Platzes nicht zu stören, mußten noch einigen Änderungen der eingereichten Entwürfe vorgenommen werden. Die Nord-, West- und Ostseite des alten Gebäudekomplexes sollten mehr oder weniger in ihrem originalen Aussehen erhalten bleiben.
Danach entstand zwischen 2007 und 2010 das neue Gebäude.

Der Gebäudekomplex verfügt über zwei Kelleretagen und fünf überirdiche Etagen mit insgesamt mehr als 190 000 m2 Nutzfläche. Damit ist  das Museum jetzt zahlenmäßig das größten der Welt.

Das neue Museum verfügt nun über 48 Ausstellungsräume unterschiedlicher Größe – von 700 bis 2000 m2. Trotzdem kann man natürlich von den mehr als 1 Million Sammlungsstücken, über die das Museum verfügt, immer nur ein Bruchteil in den wechselnden Ausstellungen sehen.

Eine der Hauptaufgaben des Nationalmuseums ist die Darstellung der Kultur und Geschichte Chinas. Gleichzeitig besteht aber auch die Aufgabe über Kultur und Geschichte  anderer Länder zu informieren.

Auf Grund der guten wirtschaftlichen und kulturellen Beziehungen zwischen Deutschland und China, wurde Deutschland die Ehre zuteil, die erste internationale Ausstellung, die im neuen Chinesischen Nationalmuseum gezeigt wurde, zu gestalten.

Diese deutsch-chinesische Kooperation wurde über viele Jahre und mit finanzieller Unterstützung des deutschen Außenministeriums vorbereitet.

Die Ausstellung hatte dann auch den programmatischen Titel und Inhalt „Kunst der Aufklärung“.

Der Eintritt in das chinesische Nationalmuseum ist, dem Vorbild vieler großer Museen der Welt folgend, bis auf einige Sonderausstellungen, frei.
Ebenso ist das Nationalmuseum in Beijing, wie die meisten Museen der Welt, am Montag geschlossen.

Gegenwärtig gibt es, neben vielen anderen, zwei Ausstellungen, die sich zum einen mit der Geschichte der Vorläufer des Nationalmuseums in Beijing und zum anderen mit dem Um- und Aufbau des heutigen Museums beschäftigen.

Aus dem reichhaltigen Fundus des Museums aber auch in Zusammenarbeit mit anderen Museen des In- und Auslandes werden ständig wechselnde Ausstellungen gestaltet. so daß sich ein regelmäßiger Besuch des Museums oder seine Webseite lohnt.

(© china-entdecken.com Gert Wiemeier)

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