Bahnfahrt
Die Eisenbahn ist wohl das wichtigste Transportmittel in China. Etwa zwei Drittel des Personenverkehrs und etwa die Hälfte des Güterverkehrs werden in China mit der Eisenbahn bewältigt.
Die Eisenbahn zu benutzen, ist in China eine der billigsten Möglichkeiten, auf langen Strecken zu reisen, und wird von Chinesen ausgiebig benutzt
Die Chinesische Eisenbahn kannte bisher vier Kategorien für den Personentransport: sogenannte „Harter Sitzplatz“, „Weicher Sitzplatz“, „Harter Schlafplatz“, und „Weicher Schlafplatz“. „Hart“ und „Weich“ entsprechen hier unseren Begriffen von der 2. und der 1. Klasse.
Mit der Einfuehrung der Hochgeschwindigkeitszüge kamem die tatsächlich sogenannte „1. und 2. Klasse“ dieser Züge hinzu. Wenn man so will, ist das eine weitere Unterteilung der Klasse „weicher Platz“. Der Unterschied ist, dass der Platz in den Hochgeschwindigkeitzügen, der dem Reisenden zur Verfügung steht, größer ist als in den andernen Zügen und in der 1. Klasse größer ist als in der 2. Klasse. Der Preisunterschied der beiden Klassen ist aber nicht zu groß, so dass man guten Gewissens die 1. Klasse empfehlen kann.
„Harter Sitzplatz“: Diese Klasse wird von dem größten Teil der Bevölkerung benutzt, da es die billigste Möglichkeit des Reisens ist. Wie der Name sagt, gibt es nur „harte“ Sitze. Da es für diese Wagen keine Platzreservierung gibt, bekommt man nicht immer einen Sitzplatz. Oft werden auch mehr Tickets verkauft als Sitzplätze vorhanden sind und es entsteht ein großes Gedränge um einen Sitzplatz.
„Weicher Sitzplatz“: Diese Klasse gibt es auf fast allen längeren Strecken und sie bietet größere Bequemlichkeit. Es werden geräumige und komfortable Großraumwägen eingesetzt, wie man sie ähnlich auch aus Deutschland gewöhnt ist. Die Plätze sind nicht zu teuer und recht bequem bei Reisen, die nur einige Stunden dauern.
Sie sind reserviert und es werden nicht mehr Karten verkauft als Plätze vorhanden sind. Seien Sie nicht besorgt, wenn jemand auf Ihrem reservierten Platz sitzt. Normalerweise machen Chinesen den Ausländern den reservierten Sitzplatz nicht streitig. Im Notfall hilft Ihnen der Schaffner.
„Harter Schlafplatz” – Diese Klasse bietet sechs Liegen in jedem Abteil. Aber so „hart“ wie es klingt, sind die Betten in diesen Zügen jedoch nicht. Zu jeder Liege gehört frische Bettwäsche. Die Abteile haben keine Türen und damit wenig Privatsphäre, bieten dafür aber die Möglichkeit, mit den Mitreisenden schnell in Kontakt zu kommen. In den Waggons ist es gewöhnlich sehr laut. Die Toiletten und Waschgelegenheiten befinden sich an jedem Ende des Waggons. Toilettenpapier ist im Allgemeinen nicht vorhanden. Fast alle Wagen sind heutzutage klimatisiert. Speisen werden auf kleinen Servierwagen, die die Gänge entlang geschoben werden, angeboten und sind recht preiswert.
„Weicher Schlafplatz” – Diese Klasse bietet vier gepolsterte Liegen in jedem Abteil und die Abteile haben eine Tür, was für eine Privatsphäre sorgt. Zu jeder Liege gehört frische Bettwäsche. Die Toiletten und Waschgelegenheiten befinden sich an jedem Ende des Waggons. Toilettenpapier ist im Allgemeinen nicht vorhanden. Alle Wagen sind klimatisiert.
Speisen werden auf kleinen Servierwagen, die die Gänge entlang geschoben werden, angeboten und sind recht preiswert. Außerdem gibt es kostenlos heißes Wasser für Tee oder Instant-Gerichte.
Dies ist die Klasse, die wir in der Regel bei Nachtfahrten für Sie buchen.
Im Schlafwagen kann das Gepäck, wie in Europa, sowohl unter den Liegen, als auch in einem Gepäckfach über der Abteiltür untergebracht werden.
Der Speisewagen ist der 10. Waggon. Dort gibt es aber nur eine begrenzte Auswahl an chinesischen Speisen. Die meisten Chinesen nehmen ihren eigenen Proviant mit oder kaufen die auf den Servierwagen oder auf Unterwegsbahnhöfen von ambulanten Händlern angebotenen Dinge.
Das Zugpersonal und die auf dem Bahnhof tätigen Personen sprechen im Allgemeinen kein Englisch. Vereinzelt gibt es auf den Bahnhöfen englischsprachige Hinweisschilder.
Für Reisende der Klasse „Weicher Schlafplatz“ gibt es oft separate Wartesäle, außerdem dürfen sie etwas eher einsteigen als Reisende der anderen Klassen
Wie oben schon erwähnt, ist in China die Eisenbahn zu benutzen, eine der billigsten Möglichkeiten, um auf langen Strecken zu reisen. Da sie von Chinesen auch intensiv genutzt wird, sind die Züge in der Regel gut gefüllt, ja oft überfüllt und Bahntickets manchmal schlecht zu bekommen. Das ruft jede Meng Spekulanten auf den Plan, was den Erwerb von Tickets zusätzlich erschwert
Um den florierenden Schwarzmarkt mit Bahntickets einzudämmen, hat die Eisenbahnverwaltung mit Wirkung vom 1. Januar 2012 eine neue Regelung zum Erwerb von Tickets erlassen, die nun für alle Züge gilt und sowohl Chinesen als auch Ausländer betrifft.
Die Eisenbahntickets werden wie Flugtickets personalisiert, das heißt, der Käufer muß beim Kauf seine Personaldokumente vorlegen [Ausweis oder Paß oder Kopie davon, falls er zum Beispiel für eine andere Person die Fahrkarte erwerben möchte] und die Tickets werden mit dem Namen oder der Nummer des Personaldokumentes des Fahrgastes versehen.
Das bedeutet, daß wir bei Reisen, bei denen Eisenbahnfahrten vorgesehen sind, Sie um die Kopie Ihres Reisepasses bitten müssen.
Die Kopie, die Sie uns bitte als Scan per E-mail schicken [Fax ist oft nicht lesbar], benötigen wir ab dem Zeitpunkt, an dem Sie uns mit der Buchung Ihrer Reise beauftragen.
Zu den Hochgeschwindigkeitszügen siehe unten.
Flugreisen
Die chinesischen Fluggesellschaften benutzen fast alle Boeing und Airbus, bis zum Jahr 2020 wird China mehr als 2.000 neue Flugzeuge kaufen.
Die Besatzungen sind gut qualifiziert und die Flughäfen besitzen internationalen Standard. Durch die Investitionen in hochmoderne Flugzeugwartungsanlagen, die die modernsten Einrichtungen in ganz Asien sind, arbeitet Air China nach den höchsten Industriestandards der Welt. Neben der Zertifizierung nach ISO-9002 hat das Wartungssystem von Air China unter anderem weltweite Anerkennungen der „US Federal Aviaition Administration“ sowie der „European Joint Aviation Authorities“ erhalten. Air China führt Wartungen nicht nur für die eigene Flotte durch, sondern bietet diese Dienstleistungen auch einer Reihe internationaler Fluggesellschaften an.
Es gibt regelmäßige Flugverbindungen zwischen allen großen Städten Chinas. Darüber hinaus steigt die Zahl der Flugverbindungen zu kleineren Städten ständig an.
Flughafengebühren und andere Steuern werden heute schon beim Kauf der Tickets entrichtet und es bedarf keiner weiteren Aktivitäten auf dem Flughafen mehr.
Bei Flügen innerhalb Chinas bedarf es ebenfalls keiner Rückbestätigung mehr. Nur einige ausländische Fluggesellschaften, die internationale Strecken bedienen, fordern noch eine Rückbestätigung, wenn zwischen dem Kauf des Tickets und dem Flug mehr als 72 Stunden (3 Tage) liegen.
Auf Inlandsflügen haben Passagiere der Economy class 20 Kilogramm Freigepäck (falls nichts anderes auf dem Ticket steht), das aber aufgegeben werden muß. Die Maße der einzelnen Gepäckstücke dürfen dabei nicht die Größe von 100 x 60 x 40 cm überschreiten.
In die Kabine dürfen 5 kg Handgepack in Form eines Stückes von der maximalen Größe von 55 x 40 x 20 cm mitgenommen werden.
Soweit die Vorschriften.
Wie auch anderen Orts werden auch in China Vorschriften nur dann rigide durchgesetz, wenn das zu transportierende Gepäck deutlich über die zulässigen Maße hinaus geht, oder das Passagier- und Gepäckaufkommen bei einem Flug sehr hoch sind.
Ein Kilogramm Übergepäck kostet 1,5 % vom Ticketpreis (des Normaltarifes, nicht des Sondertarifes, zu dem wir unsere Ticket im Allgemeinen anbieten!).
Hochgeschwindigkeitszüge
Der erste regulaere Hochgeschwindigkeitszug wurde in China im Jahr 2007 in Betrieb genommen. Als Hochgeschwindigkeitszüge gelten Züge, die mit mehr als 200 Stundenkilometern verkehren können. Auf je vier mehr oder weniger Ost-West bzw. Nord-Süd gerichteten Linien, fahren die Züge mit Geschwindigkeiten zwischen 250 und 350 km/h. Inzwischen sind mehr als die Hälfte der chinesischen Züge, die Personen befördern,Hochgeschwindigkeitszüge. Von den derzeit [7/ 2014] rund 4900 Personenzügen sind 2660 Hochgeschwindigkeitszüge, die mit einer Geschwindigkeit von mehr als 200 Stundenkilometern fahren. China verfügt im Moment[7/ 2014] über ein Streckennetz für Hochgeschwindigkeitszüge von mehr als 10 000 Kilometern.
Schon heute ist das Streckennetz das größte der Welt – doch längst noch nicht komplett. Bis 2020 sollen Hochgeschwindigkeitszüge auf ueber 18.000 Kilometern verkehren.
Durch die zahlreichen neuen Strecken und die schnellen Züge veringerte sich die Reisezeit zwischen vielen Staedten drastisch so daß eine Reise mit einem Hochgeschwindigkeitszug eine gute Alternative zu Flügen darstellt.