| Die UNESCO (United Nations
Educational, Scientific and Cultural Organization) strebt
an, die Feststellung, den Schutz und die Erhaltung von Kultur-
und Naturerbe weltweit zu fördern. Was in ihre UNESCO-Liste
aufgenommen wird, wird als von herausragendem Wert für
die Menschheit angesehen. Dieses Engagement drückt
sich in einem internationalen Abkommen aus, der Vertrag
betreffend den Schutz des Weltkulturerbes und des Weltnaturerbes
genannt, welchen die UNESCO 1972 verabschiedet hat.
Vom 8. bis 16. Juli 2006 fand die 30. Sitzungsperiode des
Welterbekommitees unter dem Vorsitz von Litauen in Vilnius
statt. Es wurden 18 Stätten aus 18 Ländern in
die Welterbe-Liste aufgenommen - 16 Kulturerbe und 2 Naturerbe.
Die Welterbe-Liste umfasst nun insgesamt 830 Denkmäler
in 138 Ländern. Davon sind 644 Kulturdenkmäler
(K) und 162 Naturdenkmäler (N). Weitere 24 Denkmäler
gehören sowohl dem Kultur- als auch dem Naturerbe an.
Kulturerbe bezieht sich auf Baudenkmäler, Gebäudegruppen
und Objekte von historischem ästhetischem, archäologischem,
wissenschaftlichem, ethnologischen oder antropologischem
Wert.
Naturerbe bezieht sich auf herausragende physische, biologische
oder geologische Formationen, Lebensräume von gefährdeten
Tier- oder Pflanzenarten und Gebiete von wissenschaftlichem
oder aesthetischem Wert.
Der chinesische Teil der Weltkulturerbe-Liste (Stand:
Juli 2006)
1. Große Mauer (K/1987)
2. Bergregion Taishan (K/N/1987)
3. Kaiserpaläste der Ming- und der Qing-Dynastien in
Beijing und Shenyang (K/1987; 2004 erweitert)
4. Höhlen von Mogao (K/1987)
5. Grabmal des ersten Kaisers von China, Qin Shi Huang (K/1987)
7. Fundstätte des "Peking-Menschen" in Zhoukoudian
(K/1987)
8. Gebirgslandschaft Huangshan (K/N/1990)
9. Landschaftspark Jiuzhaigou-Tal (N/1992)
10. Kalksinterterrassenlandschaft Huanglong (N/1992)
11. Landschaftspark Wulingyuan (N/1992)
12. Sommerresidenz und zugehörige Tempel bei Chengde
(K/1994)
13. Konfuziustempel, Friedhof und Residenz der Familie Kong
in Qufu (K/1994)
14. Taoistische Heiligtümer in den Bergen von Wudang
(K/1994)
15. Historisches Ensemble Potala-Palast in Lhasa (Potala-Palast,
Jokhang-Tempel und Norbulingka-Palast) (K/1994; 2000 und
2001 erweitert)
16. Nationalpark Lushan (K/1996)
17. Berglandschaft Shan Emei und "Großer Buddha
von Leshan" (K/N/1996)
18. Altstadt von Lijiang (K/1997)
19. Altstadt von Ping Yao (K/1997)
20. Klassische Gärten von Suzhou (K/1997; 2000 erweitert)
21. Kaiserlicher Garten (sog. Sommerpalast) bei Peking (K/1998)
22. Himmelstempel mit kaiserlichem Opferaltar in Peking
(K/1998)
23. Felsbilder von Dazu (K/1999)
24. Mount Wuyi (K/N/1999)
25. Dörfer Xidi und Hongcun (K/2000)
26. Kaiserliche Grabstätten der Ming- und der Qing-Dynastien
(K/2000; 2003 und 2004 erweitert)
27. Grotten von Longmen (K/2000)
28. Berg Qincheng und Bewässerungssystem von Dujiangyan
(K/2000)
29. Yungang-Grotten ("Wolkengrat-Grotten") (K/2001)
30. Schutzzonen im Nationalpark der "Drei parallel
verlaufenden Flüsse" in Yunnan (N/2003)
31. Ruinen der ehem. Hauptstädte und Gräber des
antiken Königreichs Koguryo (K/2004)
32. Historisches Zentrum von Macao (K/2005)
33. Panda-Naturreservat in Sichuan (N/2006)
34. Yin Xu (K/2006)
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