Kambodscha und Angkor sind zwei untrennbar miteinander verbundene Begriffe. So werden Sie auch als erstes die zum Weltkulturerbe gehörenden Tempelanlagen von Angkor besuchen. Aber auch der Tonle Sap See, der wie kein anderer See das Leben in Kambodscha beeinflusst, ist Ziel der Reise. Das bis heute unbewaeltigte Problem des kambodschanischen Bürgerkrieges und die damit verbundene Herrschaft des Pol Pot Regiemes gehören ebenfalls unlösbar zu Kambodscha. Repräsentativ für die überall im Land zu findenden „killing fields“ besuchen Sie die Gedenkstätte Choeung Ek. Zum Abschluss der Tour lernen Sie noch eine von tropischen Wäldern bedeckte Region an der Küste des Landes kennen.
Reiseverlauf:
| 1. Tag: Siem Reap |
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Angkor Holiday*** – Superior |
Nach der Ankunft auf dem Flughafen in Siem Reap begrüßt Sie Ihr örtlicher Reiseführer und es erfolgt der Transfer ins Hotel. Der Rest des Tages steht Ihnen zu freien Verfügung.
Siem Reap [sprich siːam riːap] ist der Ausgangspunkt für alle Besucher der berühmten Tempelanlagen von Angkor, die seit 1992 auf der Unesco-Welterbeliste stehen. Das Wort „Angkor“ leitet sich aus dem Sanskrit ab und bedeutet einfach nur Stadt. Angkor war vom 9. Jhh. bis 1431 die Gegend für die Hauptstädte des Königreiches der Khmer. Das ehemals riesige Siedlungsgebiet umfaßte mit all seinen Bezirken etwa 1000 km2. Außer den in Stein errichteten Tempeln ist von ihr kaum etwas erhalten geblieben. Auch wenn die Gegend als Hauptstadtgebiet aufgegeben wurde, war sie noch längere Zeit besiedelt, ehe sie vom Dschungel zurückerobert wurde.
Die Tempel, die anfangs vorwiegend den hinduistischen Göttern geweiht waren und zur Legimitation der Könige, als von den Göttern Auserwählte dienten, aber wohl auch als Mausoleen für die Herrscher genutzt wurden, sollen später zu Ehren und Anbetung Buddhas errichtet resp. umgewidmet worden sein.
Viele Fragen bezüglich „Angkor“ sind ungeklärt und werden bis heute kontrovers diskutiert.
Es gibt also noch vieles zu entdecken
Die Grundlage des Aufstieges des Khmerreiches war seine enorme landwirtschaftliche Produktion, die durch jahrhundertelange, umfangreiche wasserwirtschaftliche Baumaßnahmen erreicht wurde.
Geschwächt durch innere Rivalitäten, Kriege, Größenwahn und vor allem der daraus resultierenden Vernachlässigung der wasserwirtschaftlichen Baumaßnahmen, konnte das Reich nicht in entsprechender Weise auf die Klimaveränderungen reagieren, die seit dem 15. Jhh. zu veringerter Niederschlagstätigkeit während des Sommermonsuns führten und damit zu schlechteren Ernten, was wiederum den schnellen Verfall und die baldige Aufgabe Angkors zur Folge hatte.
| 2. Tag: Siem Reap |
F/M |
Angkor Holiday*** – Superior |
Am frühen Morgen fahren Sie nach Angkor Wat, oder einem anderen Platz, und beobachten den Sonneaufgang. dort können sie sich auch mit den Mönchen unterhalten. Anschließend kehren sie ins Hotel zurück zum Frühstück.
Nach dem Frühstück geht dann die Fahrt ins ca. 30 km nordöstlich gelegen Banteay Srei .
Der heutige Name der Tempelanlage „Banteay Srey“ [Festung/Zitadelle der Frauen] ist eine neuzeitliche Schöpfung, deren Ursprung und Sinn ungewiß sind, und nichts mit dem ursprünglichen Namen „Tribhuvanamahesvara“ [Großer dreifaltiger Gott der Welt] zu tun hat und der sich hier auf Shiva [den Zerstörer], einen der drei Aspekte der hinduistischen Gottesvorstellung, beziehen soll.
Der Tempel wurde während der Regentschaft von Rajendravarman II. (944–968) in einer Zeit , in der das Reich der Khmer seine Macht und sein Territorium ausdehnen konnte, von dessem Berater Yajnavaraha errichtet, der von sich selbst auf einer in der Tempelanlage gefundenen Stele schreibt, daß er ein Gelehrter und Philanthrop sei, der denen hilft, die unter Ungerechtigkeit, Armut und Krankheit leiden.
Die Besonderheit der Anlage, sind die aus feinkörnigen roten Sandstein hergestellten, unzähligen Steinmetzarbeiten, die so fein gearbeitet sind, daß sie fast an Schnitzereien aus Holz erinnern. Der Tempel gilt deshalb als einer der kunstvollsten in Angkor.
Danach besichtigen Sie Banteay Samre. Dieser Tempel ist wegen seiner etwas abseits gelegenen Position nicht so sehr besucht wie die anderen, obwohl er einer der wenigen ist, die fast vollständig erhalten sind und dessen Besuch sich deshalb besonders lohnt.
Der Name des Tempels bedeutet „Festung des Samre“, einer legendenhaften Figur, die erst nach der Errichtung des Tempels in Erscheinung tritt. Das Wort Banteay – „Festung“ bezieht sich, wie auch bei den anderen Tempeln, auf das Erscheinungsbild der Anlage, deren Mauern, Türme und Wächterfiguren das innere Heiligtum schützen. Obwohl keine konkreten schriftlichen Daten vorliegen, die eine zeitliche Einordnung und Zuordnung zu einer Persönlichkeit des Khmerreiches ermöglichen, liefern die Vergleiche mit anderen Tempeln [so vor allem mit dem Tempel Prasat Hin Phimai im heutigen Thailand aber auch mit dem Thommanon und Chau Say Tevoda Tempel [s.u.] eine zeitliche Einordnung in die Mitte des 12. Jhh.
Besonders bemerkenswert ist, daß in dem Tempel neben den Bildern aus der hinduistischen Religion auch Bildwerke zu sehen sind, die sich auf das Leben Buddhas beziehen sollen.
Darüber hinaus gibt es auch hier Hinweise darauf, daß der Tempel unter anderem ebenfalls dem Totenritual diente.
Anschließend besuchen Sie die Anlage Ta Prohm. Diese Tempelanlage ist berühmt dafür, daß sie nur teilweise vom Schutt und Urwald befreit wurde. Die dicken Wurzeln, die durch und über die Anlage wachsen, geben ihr das geheimnisvolle, abenteuerliche Aussehen, daß von allen „Entdeckern“ geliebt wird.
Allerdings hat das für den Erhalt der Anlage auch Nachteile und so wird von Seiten der Verantwortlichen immer wieder versucht dem weiteren Überwuchern und Verfall Einhalt zugebieten, zumal beides den zunehmenden Kunstraub begünstigt.
Der ursprüngliche Name der Anlage „Rajavihara“ soll das „königliche Kloster“ bedeuten und damit Aussagen ueber die Nutzung der Anlage machen.
Die Bauarbeiten an der Tempelanlage begannen 1186 unter König Jayavarman VII.
Für den Bau und den Unterhalt der Anlage, in der angeblich über 12 000 Mönche gelebt haben sollen, mußten 80 000 Menschen in den zugehörigen Dörfern frönen. So lauten die Informationen auf einer Stele, die sich in der Anlage fand. Selbst wenn man berücksichtigt, daß zu Ehren des Königs, bei den genannten Zahlen übertrieben wurde, geben sie einen Eindruck von den gewaltigen Anstrengungen die zur Errichtung und Erhalt eines Klosters und der Stadt Angkor im Laufe der Zeit insgesamt betrieben werden mußten.
Danach besichtigen Sie die Anlage Prasat Kravan. Dieser kleine Tempel wird ebenfalls seltener besucht als die anderen und ist deshalb nicht so überlaufen. Auf Grund seiner Einzigartigkeit in Angkor ist er aber trotzdem sehr sehenswert. Der originale Name ist unbekannt. Der heutige Name bedeutet - wegen der hier wachsenden Bäume einfach - „Tempel der Kardamom-Bäume“. Auch über den Auftraggeber sind sich die Gelehrten uneinig. Entsptrechend einer Inschrift wurde die Tempelanlage in den Jahren 910 - 921 erbaut. Die Besonderheit der Anlage besteht darin, daß die 5 Türme die sonst im Quadrat angeordnet sind, mit dem fünften Turm in der Mitte, hier auf einer Nord-Süd ausgerichten Linie stehen. Die Vorderseite weist aber wie üblich nach Osten. Eine weitere Besonderheit des aus Ziegeln errichteten Tempels sind die im Inneren der Türme aus den Ziegeln heraus geschnittenen Reliefs, die die hinduistischen Gottheiten Vishnu und Lakshmi in verschiedenen Erscheinungen darstellen.
Anschließend besuchen Sie den Srah Srang. Das ist ein etwa 700 × 350 m messendes Wasserreservoir ähnlich den beiden großen Baray [westlich und östlich von Angkor Tom], das wie diese einen Tempel [Mebon] auf einer Insel beherbergte. Von dem Tempel im Wasser des Srah Srang existieren nur noch die Fundamente. Die großen Wasserreservoire sollen den Urozean symbolisieren und die Insel darin den Berg Meru – den Sitz der Götter. Gleichzeitig dienten sie dem ganz profanen Zweck der Bewässerung der Reisfelder, der Grundlage der Macht des Khmerreiches.
Im Gegensatz zu den Baray , die eine eingedeichte Wassermasse über Flur darstellen, ist der Srah Srang dadurch gekennzeichnet, daß sich daß Wasser vor allem in einer ausgehobenen Grube befindet.
Der heutige Name - „Königliches Bad“ – hat nichts mit der wirklichen Bedeutung und Nutzung der Anlage zu tun.
Die Anlage entstand in der Regierungszeit [944–968] von König Rajendravarman II. Unter König Jayavarman VII [Regierungszeit 1181-1215] wurden die Ufer neu eingefaßt und am westlichen Ende eine Terasse erichtet.
Die Terrasse liegt genau gegenüber dem heute Banteay Kdei genannten Tempel. Der Name, der soviel bedeutet wie „Festung der Kammern“, ist eine neuzeitliche Erfindung und zielt auf das Erscheinungsbild des Tempels ab. Der trotz einigen Besonderheiten, von der Anlage her typische khmerzeitliche Tempel scheint eine Renovierung eines älteren Tempels zu sein, der in der selben Zeit entstand wie das Wasserreservoir Srah Srang.
Offensichtlich hat König Jayavarman VII beide Anlagen genutzt und auf sich umgemüntzt. Davon zeugen vor allem die Gesichter an den Tortürmen, die nach heute vorherrschender Meinung König Jayavarman VII [siehe Angkor Thom] als Lokesvara darstellen, was wörtlich „Herrscher der Welt“ bedeutet und eine Erscheinungsform des Bodhisattva Avalokiteshvara ist.
Obwohl dem Tempel eine Nutzung als buddhistisches Heiligtum nachgesagt wird, war es ursprunglich dem hinduistischen Gott Shiva geweiht, wie aus der im Sanctuarium noch immer vorhandene Yoni, als Basis für ein [allerdings nicht mehr vorhandenes] Linga, deutlich zu erkennen ist und ebenfalls auf die Gottgleichheit des Herrschers versinnbildlichen soll.
Danach besuchen Sie die beiden Tempel „Thommanon“ und „Chau Say Tevoda“. Beide Namen sind wieder neueren Ursprungs und geben keinen Hinweis auf die ursprüngliche Bedeutung der Tempel.
Obwohl es auf den ersten Blick so scheint, als würden die beiden Tempel zusammen gehören und zusammen errichtet worden sein, um die „Siegesallee“, die auf das „Siegestor“ der Anlage „Angkor Thom“s zuführt, zu flankieren, war das aber nicht die Intension der Baumeister der beiden Tempel.
Denn während „Thommanon“ frühestens Ende des 11., spätestens erste Hälfte des 12. Jahrhunderts errichtet wurde und stilistische Verwandtschaft zu „Angkor Wat“ zeigt, soll „Chau Say Tevoda“ etwas später erbaut worden sein. Die „Siegesallee“ entstand erst um 1200, gleichzeitig mit „Angkor Thom.
Das der oben erwähnte Eindruck entsteht, war wohl die Absicht der Baumeister von Angkor Thom.
Trotz prinzipiell ähnlichem Layout sind bei näherer Betrachtung doch zahlreich stilistische und auch bautechnische Unterschiede zwischen den Tempelanlagen „Thommanon“ und „Chau Say Tevoda“zu erkennen.
In beiden Tempeln sind die vorzüglichen Darstellungen weiblicher Devatas bemerkenswert, die zur hinduistischen Götterwelt gehören. Daß sie mehr sind, als nur Dekoration, ist klar. Aber warum in Angkor soviele davon dargestellt wurden, ist noch nicht schlüssig geklärt.
Während der „Thommanon“ in den sechziger Jahren des 20. Jahrhunderts unter der Leitung der École française d'Extrême-Orient komplett restauriert wurde, wurde die Tempelanlage „Chau Say Tevoda“ in der Zeit von 2000 bis 2009 in einem von der Volksrepublik China initierten Projekt rekonstruiert.
3. Tag: Siem Reap |
F/M |
Angkor Holiday*** – Superior |
Am vormittag fahren Sie mit dem Fahrrad auf wenig befahrenen Wegen durch den Wald zum Westtor von Angkor Thom.
Angkor Thom ist eine riesige Tempelanlage, mit der König Jayavarman VII – Herrscher [von 1181 bis in eine Zeit zwischen 1206 und 1220] auf dem Höhepunkt des Khmerreiches – seinem Größenwahn Ausdruck verlieh. In die neue, von einer hohen Mauer umgebene quadratische Anlage, mit einer Seitenlänge von 3 km, wurden zahlreiche ältere Tempel [z.B. Phimeanakas, Baphuon ] integriert. Der Haupttempel Bayon steht im Mittelpunkt der Anlage. Er ist vom Grundriß her ein „klassischer“ Khmertempel, der aber einige Besonderheiten aufweist. König Jayavarman VII stand in der Tradition seiner Vorgänger, die sich als gottgleiche Könige sahen, als Inkarnation Shivas. Während seine Vorgänger Shiva und sich in Form des Linga, das im zentralen Turm des Tempels stand, anbeten ließen, ging König Jayavarman VII einen Schritt weiter. Er läßt sich [nach heute vorherrschender Lehrmeinung] als Boddhisattva an den Tempeltürmen darstellen und ohne Umweg direkt als Gott verehren.
ürme des zentralen Heiligtums tragen die in alle 4 Himmelsrichtungen schauenden Gesichter sondern auch die Türme über den Toren im Aussenwall. Besonders gut erhalten und restauriert sind sie am Südtor.
Gleich nördlich des Bayon steht der fünfstufige, umwallte Pyramidentempel Baphuon , der in der Mitte des 12. Jhh. unter König Udayadityavarman II errichtet wurde. Das zentrale Heiligtum auf dem Gipfel ist nicht mehr erhalten.
Die gesamte Anlage wurde in einem 50 Jahre umfassenden Zeitraum restauriert, unterbrochen durch die Herrschaft der sogenannten „Roten Khmer“. Besonders bemerkenswert sind hier wieder die Basreliefs.
Im Gegensatz zu anderen Tempelanlagen scheint in Angkor Thom auch der „Königspalast“ im Tempelbereich gestanden zu haben, was sicher als weiterer direkter Hinweis auf die Göttlichkeit des Herrschers zu verstehen ist. Aus diesem Grund wurde offensichtlich mit der bisher üblichen Geometrie der Tempelanlagen gebrochen und in die östliche Mauer ein zweites Tor eingebaut.
Die sogenannte „Siegesallee“, die extra zwischen den beiden älteren Tempeln „Thommanon“ und „Chau Say Tevoda“ [s. o.] angelegt wurde, führt durch eben dieses zweite Tor, daß auch als „Siegestor“ bezeichnet wird, direkt auf die sogennante „Elephantenterrasse“. Eine Terrasse am östlichen Beginn des sogenannten „Königspalastes“, die ihren heutigen Namen den zahlreichen Elephantendarstellungen verdankt.
Auf der Terrasse sollen laut eines Berichtes des chinesischen Gesandten Zhou Daguan aus dem Jahr 1296/97, aus Holz errichtete Gebäude gestanden haben, die, wie alle anderen weltlichen Gebaude, die ebenfalls aus Holz errichtet waren, heute nicht mehr erhalten sind.
Im Norden der „Elephantenterrasse“ schließt sich, räumlich getrennt davon, die sogenannte „Terrasse des Leprakönigs“ an. Der heutige Name wird zurückgeführt auf eine jüngere Figur aus dem 15. Jhh., die im Stil nicht an die Qualität der Angkor Kunstwerke heranreicht und wahrscheinlich keinen dirkten Bezug zu ihrem Standpunkt hat.
Beide Terrassen, die mit vielen Basreliefs geschmückt sind, erfuhren mehrfache Umbauten. Einige davon wahrscheinlich noch in der ersten Bauphase. Einen schönen Einblick gibt eine neuzeitliche Freilegung einer älteren Forderfront, in der „Terrasse des Leprakönigs“, die ebenfalls mit Basreliefs geschmückt ist.
Innerhalb des „Königspalastes“ befindet sich der vom Ende des 10. Jhh. stammende und in die Anlage des Palastes einbezogene Pyramidentempel Phimeanakas. Auf der oberen Plattform soll sich, wie man den Berichten des chinesischen Gesandten Zhou Daguan aus dem Jahr 1296/97 entnehmen kann, ein Naga[Schlangen]heiligigtum befunden haben.
Anschließend nehmen Sie Ihr Mittagessen ein und fahren dann zur Mittagsruhe zurück ins Hotel.
Am Nachmittag besuchen Sie die weltberühmte Tempelanlage Angkor Wat, die heute als Staatssymbol sogar auf der Flagge Kambodschas erscheint.
Der neuzeitliche Name Angkor Wat soll soviel bedeuten wie „[die] Stadt, [die ein] Kloster [ist]“. Ursprünglich wurde die Anlage „ Vrah Vishnuloka“ oder „Brah Bishnulok“ genannt, was man als „Vishnus heiliger Wohnsitz“ übersetzen kann. Die Tempelanlage wurde zwischen 1113 und 1150 unter der Regie des Königs Suryavarman II errichtet und war wie schon der Name sagt dem hinduistischen Gott Vishnu gewidmet. Heute gilt der Tempel Buddhisten als heilig.
Neben der Stufenpyramide, auf der der Tempel mit den markanten fünf Türmen steht, sind es besonders die Basreliefs mit ihren Darstellungen aus der hinduistischen Mythologie, die als Mittel zur Glorifizierung historischer Ereignisse in der Geschichte des Khmerreiches dienen, und die unzähligen Darstellungen von Apsaras - himmlichen Tänzerinnen - und Devatas - weibliche Gottheiten, die den Besuch Angkor Wats zu einen wunderbaren Erlebnis werden lassen.
Zum Abschluß besuchen Sie noch den Bakheng Tempel, der Ende des 9. Jhh. unter König Yasovarman I. (Regierungszeit 889 bis etwa 915) errichtet wurde, als er die Hauptstadt seines Reiches von dem nicht weit entfernten Roluos Gebiet hierher verlegte.
Auf allen vier, die Ebene von Angkor überragenden Hügeln, ließ er Tempel errichten. Der Tempel auf dem Phnom Bakheng soll der Haupttempel gewesen sein. Als die Baumeister die etwa 200 mal 100 m große Plattform auf dem Gipfel des Hügels schufen, haben sie dabei die fünfstufige Pyramide stehen lassen. Bemerkenswert sind die vielen Türme der Anlage. Es waren einmal 108 Türme, die die Anlage „schmückten“. 44 Ziegeltürme am Fuß der Pyramide, 11 auf jeder Seite, 60 kleine Sandsteintürme, die Treppen flankierend und in den Ecken stehend sowie die fünf Türme des zentralen Heiligtums. Die Zahl 108 hat sowohl im Hinduismus als auch im aus ihm hervorgegangen Buddhismus magische Bedeutung.
Da die Tempelanlage Shiva gewidmet war, finden sich noch einige Linga. Die Außenwände des zentralen Heiligtums zeigen Sandsteinreliefs von Apsaras und Devatas.
Besonders beliebt ist der Tempel wegen der Möglichkeit einen schönen Sonnenuntergang über Angkor zu beobachten.
Am Abend haben Sie eine Fußmassage, um sich von dem anstrengenden Tag zu erholen.
Danach können Sie den Tag auf dem Angkor Nachtmarkt ausklingen lassen.
| 4. Tag: Siem Reap |
F/M/A |
Angkor Holiday*** – Superior |
Heute besuchen Sie ein Dorf in der näheren Umgebung von Siem Reap, daß Sie durch die Buchung dieser Reise unterstützen. In dem Dorf treffen Sie eine freundliche Familie, bei der Sie zu Gast sein werden und das täglich Leben der Bauern dieser Gegend kennenlernen können. Anschließend besuchen Sie die örtliche Schule. Danach besichtigen Sie eine der Pagoden der Gegend. Auf der anschließenden Fahrt mit dem Ochsenkarren können Sie die Landschaft mit ihren Reisfeldern und Wäldern kennenlernen.
Nach dem Mittagessen geht es weiter mit einer Bootsfahrt [Achtung starke Sonnenbrandgefahr!] auf dem See Tonle Sap , dessen Ausdehnung sowie Tiefe zwischen Regenzeit und Trockenzeit erheblich schwankt. Die Dörfer im Uferbereich stehen deshalb auf mehrere Meter hohen Stelzen. Eine andere Form den Wasserstandsschwankungen zu begegnen, sind die Hausbote mit allem was dazugehört - schwimmenden Hühnerställen und Kleingärten sowie Fischzuchtanlagen. Danach besuchen Sie das „National Silk Center“ mit der angeschlossenen Schule zur Ausbildung von Handwerkern- beides entstand mit Unterstützung aus der EU, um dem Land beim Wiederaufbau zuhelfen. Hier können Sie die Aufzucht der Seidenraupen und die Verarbeitung der Seide kennenlernen.
Am Abend genießen Sie ein Abschiedsessen und erleben eine Khmer-Tanz-Drama Vorführung.
| 5. Tag: Siem Reap / Banteay Chhmar |
F/M/A |
Home-Stay |
Nach dem Frühstück geht die Fahrt in das etwa 160 km entfernte Dorf Banteay Chhmar.
Da die Region als eine der ärmsten in Kambodscha gilt, wird versucht, durch die Konservierung und eventuelle spätere Restaurierung der hiesigen Tempelanlagen als Grundlage für einen nachhaltigen Tourismus [organisiert über den sogenannten Community-Based Tourism (CBT)], der örtlichen Bevölkerung neben der Landwirtschaft eine weitere Einnahmequelle zu erschließen.
Nach der Ankunft und dem Bezug der Unterkunft werden Sie Ihr Mittagessen einnehmen.
Sie werden in kleinen, aber sauberen traditionellen Unterkünften übernachten.
Anschließend besuchen Sie die Tempelanlage Banteay Chhmar. Es handelt sich um eine Anlage, die wegen der mit Gesichtern versehenen Türme an Tempelanlagen erinnert, die unter König Jayavarman VII. im späten 12. Jahrhundert oder Anfang des 13. Jahrhundert angelegt wurden. Da der Komplex bisher nicht wirklich erforscht ist, sind alle Angaben, besonders bezüglich der Darstellung buddhistischer Bildnisse, mit Vorsicht zu genießen. Da sich der Buddhismus aus dem Hinduismus entwickelte, gibt es viele Gemeinsamkeiten, die in einer heute buddhistisch geprägten Umgebung natürlich gern entsprechend interpretiert werden. Der kaum restaurierten und teilweise vom Dschungel überwucherten Anlage haftet, mehr noch als Angkor, das Geheimisvolle und Abenteuerliche an.
Beobachten Sie auch hier einen wundervollen Sonneuntergang - allerdings ohne viele Touristen.
Anschließend nehmen Sie das Abendessen bei Kerzenschein in der Nähe der Tempelanlage ein, bevor Sie in der Nacht zurückkehren in Ihre Unterkunft.
Es empfiehlt sich die ganze Zeit über auf Mückenschutz zu achten. Da es keine durchgehende Stromversorgung gibt, gibt es auch keine Klimaanlagen. Moskitonetze sind vorhanden. Ebenso steht industriell abgefülltes Trinkwasser zur Verfügung.
| 6. Tag: Banteay Chhmar / Battambang |
F/M |
Stung Sangke Hotel*** – Deluxe |
Wenn Sie möchten, können Sie heute einen einsamen Sonnenaufgang bei den Tempelruinen erleben. Nach dem Frühstück können Sie bei einer Fahrt mit dem Ochsenkarren das Dorf kennenlernen. Neben Reisfeldern besuchen Sie Bienenzüchter, die örtliche Pagode und die Seidenraupenzucht. Danach besuchen Sie noch Banteay Torp, einen weiteren, einsamen Tempel aus der Zeit Ende 12. Beginn 13. Jhh. Das Mittagessen wird als Picknick eingenommen.
Danach geht die Fahrt nach Battambang, Kambodschas zweitgrößte Stadt, gelegen an den Ufern des Flusses Stung Sangker. Die Stadt besitz noch viel alte Architektur aus der Kolonialzeit.
| 7. Tag: Battambang |
F/M |
Stung Sangke Hotel*** – Deluxe |
Nach dem Frühstück beginnt die Tour, auf der Sie ländliche Klein- und Handwerksbetriebe kennenlernen können, Betriebe für die Produktion von Reispapier, Fischpaste, Webereien. Sie besichtigen ein Weinanbaugebiet und Kambodschas erstes Weingut, den „Prasat Phnom Banan Vineyard“.
Danach besuchen Sie die aus dem 11. Jhh. stammende Tempelanlage Phnom Banan.
Die auf einem steilen Kalksteinfelsen etwa 100 m über Flur errichtete Anlage erinnert mit ihren 5 Türmen [Prasat] ein bißchen an Angkor Wat. Trotz häufiger Heimsuchng durch Kunsträuber ist die Anlage noch immer sehenswert. Es gibt eine Reihe sehr bemerkenswerter um nicht zu sagen merkwürdiger Steinsmetzarbeiten wie z.B. die Köpfe der Nagas [Schlangen] die das Geländer der steilen Treppe bilden, die mit mehr als 350 Stufen auf den Gipfel führt. Wie bei jedem „anständigen“ Kalksteinfelsen gibt es auch hier am Fuße des Berges und auf halber Höhe Höhlen.
Anschließend geht die Fahrt zu einer Haltestelle der bei Ausländern so genannten Bamboo Rayilway. Das sind selbstgebaute Motordraisinen, die überall in Kambodscha verkehren wo es ungenutzte Gleise gibt. Sie werden entweder mit einem eigenen [Motorad]motor oder Ähnlichem angetrieben oder mit einem aufgebockten Motorad. Die Draisinen, die auf den Gleisen, der aus den 30er Jahren stammenden und heute kaum noch verkehrenden Eisnbahn [1000 mm], rollen, werden von den Einheimischen „Norries“ genannt. Die Fahrt geht rund 8 km durch ländliche Gegend.
Auf dem Rückweg besuchen Sie Phare Ponleu Selpak, eine Organisation, die sich in Battambang 70 aus Flüchtlingslagern in Thailand in ihre Heimat zurückkehrter kambodschanischer Kindern annimmt, und ihnen eine umfassende Ausbildung bietet, die auch Zirkuskünste und Kunstgeschichte enthält. Dort werden Sie eine Vorführung des Könnens dieser Kinder zu sehen bekommen.
8. Tag: Battambang / Phnom Penh |
F/M |
Hotel Castle*** – Deluxe |
Nach dem Frühstück beginnt Ihre Fahrt nach Phnom Penh.
Der erste Stop wird in Pursat sein, daß für seine Steinmetze, die Marmor verarbeiten, berühmt ist. Ausserdem bietet Pursat einige schöne Fotomotive, von Kolonialvillen am Fluss, von traditionelle Holzhaeusern unter Kokospalmen sowie den exotischen und auf den ersten Blick etwas chaotiischen Markt.
Nicht weit entfernt in Kompong Luong besuchen Sie die wohl größte schwimmende Sieglung auf dem Tonle Sap See. Die hier seit ewigen Zeiten lebenden Vietnamesen, widmen sich wie alle Bewohner in den schwimmenden Siedlungen auf dem See, vor allem der Fischwirtschaft. Die Bewohner der Siedlung sind entweder Buddhisten oder Katholiken. Bis auf die Pagode schwimmt alles auf dem See, Wohnungen, Märkte, Restaurants, die Kirche und auch Tankstellen. Anschließend besuchen Sie ein Dorf nahe der Stadt Kompong Chhnang. Der Name der Stadt „Hafen für Keramik“ deutet auf das früher in der Gegend bedeutende keramische Handwerk hin. In der Zeit des Pol Pot Regimes wurde diese Leichtindustrie jedoch zerstört und erholt sich jetzt langsam wieder.
Hier haben Sie Gelegenheit die verschiedenen Herstellungweisen der Keramik kennenzulernen und eventuell den einen oder andern Topf aus schwach gebrannter Keramik zu erwerben.
Nach dem Mittagessen geht die Fahrt weiter nach Phnom Udong. Udong war in der Zeit von 1618 bis 1866 die Hauptstadt Kambodschas. In der Naehe der Ortschaft befindet sich ein Nordwest-Suedost streichender Hoehenzug, auf dem zahlreiche Pagoden und buddhistische Tempel stehen.
Am Fusse des Hoehenzuges werden Sie ein Picknick einnehmen.
Neben dem Weg, der auf den Huegel fuehrt befindet sich ein Schrein mit Gebeinen Ermordeter von den nahe gelegenen „Killing Fields“ aus der Zeit des Pol Pot Regimes.
Wenn Sie die Treppen am Sueostende des Hoehenzuges emporgestiegen sind, fuehrt der Weg zu einer Tempelanlage, die noch vor Kurzem eine Ruine war. Die Anlage wurde durch US amerikanische Bombardements während des Vietnamkrieges beschaedigt und waehrend der Kulturbarbarei des Pol Pot Regimes endgueltig zerstoert. Die „Arthross Tempel“ genannte Anlage soll im 18. Jhh. entstanden und ein Fruendschaftsgeschenk des chinesischen Kaisers gewesen sein, weswegen der Buddha auch nach Nordosten schaut.
Dahinter befindet sich die Chker Amao Pagode, die fuer den toten Hund des Abtes des Klosters Preah Sokhun Mean Bon errichtet wurde. Weiter auf dem Weg nach Nordwesten befinden sich drei Pagoden, die 1594 nach dem Fall von Longvek [die erste Hauptstadt Kambodschas nach der Aufgabe von Angkor] durch thailaendischen Truppen gepluendert wurden. Noch weiter nordwestlich befinden sich drei Pagoden in der die Asche von drei Koenigen aufbewahrt wird. Die erste Pagode „Chetdei Mouk Pruhm“ wurde 1941 fuer Koenig Monivong errichtet. Die mittlere Pagode „Trai Traing“ mit den 4 Koepfen am Turm, die an den Tempel Bayon im ruhmreichen Angkor erinnern soll, wurde von Koenig Norodom fuer seinen Vater Koenig Ang Duong 1891 errichtet. [Koenig Ang Duong war derjenige, der Frankreich als „Schutzmacht“ gegen Vietnam und Siam ins Land „gebeten“ hat.] Die dritte Pagode „Damrei Sam Poan“ wurde im 17. Jhh. fuer Koenig Soriyopor errichtet. Noch weiter nordwestlich am Ende des Bergrueckens befindet sich der Neubau einer riesigen Pagode, die heute die ehemals in einem Kloster nahe des Bahnhofes in Phnom Penh aufbewarte Reliquie, ein Haar aus der Augenbraue Buddhas, enthaelt.
Nach dem Besuch der Dörfer der Umgegend in denen die Nachfahren der Cham aus Vietnam leben, die heute aber dem Islam anhängen und berühmte Silberschmiede sind, geht die Fahrt weiter nach Phnom Penh, das Sie am späten Nachmittag erreichen werden.
9. Tag: Phnom Penh |
F/M |
Hotel Castle*** – Deluxe |
Nach dem Frühstück beginnt Ihre Besichtigungstour in der Hauptstadt Phnom Penh. Zuerst besuchen Sie den Königspalast. Der Palastkomplex hat seinen Ursprung im Jahr 1863, als König Norodom den sogenannten „Schutzvertrag“ mit Frankreich unterzeichnete und die Schutzmacht ihm dafür den Palast, basierend auf kambodschanischen Entwürfen, baute.
Im Laufe der Zeit kamen Gebäude hinzu, andere wurden entfert. Bemerkenswert ist, an und in einigen Gebäuden, die gelungene Mischung kambodschanischer und europäischer Architektur. Im südlichen Teil des Palastkomplexes befindet sich ein Tempel, der wegen seiner aus Silber gefertigten Bodenfliesen allgemein als die „Silber - Pagode“bezeichnet wird. In der Pagode werden die königlichen Zeremonien abgehalten. Außerdem beherbergt die Pagode wertvolle Kunstschätze. So z.B. einen fast lebensgroßen goldenen Maitreya – Buddha, bestückt mit angeblich 9 584 Diamanten und ausgestattet mit den königlichen Insignien sowie den sogenannten Smaragd Buddha, eine farbige Bleiglasfigur aus dem lothringischen Zentrum für Bleiglas Baccarat [früher Burgambach].
Anschließend besuchen Sie das sich in der Nähe zum Königspalast befindende Nationalmuseum, ein Gebäudekomplex, der kambodschanischer, buddhistischer Tempelarchitektur nachempfunden wurde. Von den über 14 000 Objekten aus prähistorischer Zeit, dem angkorianischen Königreich und danach sind etwa 5 000 ausgestellt. Wenn auch der Schwerpunkt auf dem angkorianischen Königreich liegt, gibt es auch eine gute Ausstellung zu Buddhafiguren aus der Post-Angkor-Periode.
Danach geht die Fahrt zum Unabhängigkeits Denkmal, das 1958 im Stadtzentrum errichtet wurde und an die Erreichung der Unabhängigkeit im Jahr 1953 erinnert. Entworfen wurde das Denkmal von dem kambodschanischen Architekten Vann Molyvann, der sich natürlich von der Architektur und Symbolik Angkor Wats inspirieren ließ. Am Nationalfeiertag brennt im Inneren eine „Heilige Flamme“.
Anschließend besuchen Sie die Pagode mit dem Namen Wat Phnom Daun Penh. Der Legende nach hatte die wohlhabende Witwe Daun Chi Penh den Bau der Pagode im Jahre 1372 veranlaßt, nachdem sie in einem hohlen Baumstamm, der mit dem Hochwasser des Mekong gekommen war, vier Buddha-Statuen aus Bronze und eine aus Stein, gefunden hatte. Sie ließ einen 20 Meter hohen Hügel aufschütten, um darauf einen Tempel zu errichten, als Behausung für die fünf Figuren. Im Laufe der Jahrhunderte wurde der Tempel mehrfach vollständig erneuert und von der ursprünglichen Anlage ist natürlich nichts mehr zu finden. Von dem Hügel [Phnom] der Frau Penh soll die heutige Stadt ihren Namen haben.
Nach dem Mittagessen besuchen sie das Tuol Sleng Museum.
Der Horror des Krieges und der Folter haben unzählige Namen – KZ Auschwitz, KZ Mauthausen, Gulag Kolyma, Abu Ghraib Prison, Guantanamo, usw… In Kambodscha heißt der Ort des Grauens Tuol Sleng.
Die ehemalige Schule diente dem Pol Pot Regime als Gefängnis mit der Nummer „S21“ und als Folterzentrum, in dem anfangs Mitglieder des gestürzten US-Marionettenregims von Lon Nol verhört wurden und später ehemalige Anhänger der Bewegung Pol Pots, die sich im Laufe der Zeit gegen ihn gerichtet haben [darunter führende Kommunisten wie Hu Nim] und andere, die von Pol Pot als potentielle Feinde seiner Macht angesehen wurden.
Mehr als 13 000 Menschen hatten die sogenannten „Roten Khmer“ zwischen ihrer Machtübernahme 1975 und der Befreiung Phnom Penhs durch die vietnamesische Armee im Januar 1979 in "S 21" eingesperrt, gefoltert und umgebracht.
Anschließend geht die Fahrt weiter zum Choeung Ek Killing Field, einem ehemaligen Obstgarten und chinesischen Friedhof etwa 17 km südlich von Phnom Penh. Hier sollen zwischen 1975 und 1979 ewta 17 000 Menschen exekutiert worden sein. Unter anderen die Häftlinge aus dem Foltergefängnis Tuol Sleng.
Nach der Befreiung Phnom Penhs durch vietnamesische Truppen wurde neben dem Foltergefängnis Tuol Sleng auch das Choeung Ek Killing Field zur Gedenkstätte ausgebaut.
Da weder die Stadt Phnom Penh noch das Land das notwendige Geld zum Unterhalt der Gedenkstätte bereitstellen kann oder will, wurde 2005 dem privaten Unternehmen „JC Royal, Co.“ für 30 Jahre die Erlaubnis erteilt, das Gelände für den boomenden Tourismus zu erschließen. Um aufkommende Kritik an einer korrupten, touristischen Vermarktung der Verbrechen des Pol Pot Regimes zu dämpfen, teilte die Regierung mit, daß die Gewinne der örtlichen Wohlfahrtseinrichtung zu gute kommen, die von Chea Vandeth, Kabinetschef des Premierministers, geleitet wird, der aber auch – Präsident des Unternehmen „JC Royal, Co.“ ist [sic!].
Wir haben uns trotz der touristischen Vermarktung dieses Platzes des Grauens entschlossen, das Choeung Ek Killing Field ins Programm zu nehmen, um die Erinnerung an die Gräultaten wach zu halten. Denn auch in der kambodschanischen Gesellschaft wird bewußt und unbewußt die Erinnerung und die Aufarbeitung der Verbrechen verdrängt.
Bis heute gibt es in Kambodscha keine echte Debatte darüber, wie es dazu kommen konnte, daß Kambodschaner von Kambodschanern ermordet wurden, denn wie überall auf der Welt weiß man auch in Kamboscha, daß es „Keinen Führer ohne Gefolgschaft“ gibt. Außerdem sind ehemalige Rote Khmer noch immer in einflußreichen Positionen, als Dorfbürgermeister, Provinzgouverneure, in der Armee, in der Wirtschaft.
10. Tag: Phnom Penh / Koh Kong Tatai |
F |
4 Rivers Floating Lodge**** – Bungalow |
Nach dem Frühstück fahren Sie mit dem Auto [Fahrer, aber kein Reiseführer] in etwa viereinhalb Stunden nach Koh Kong. Dabei geht die Fahrt quer über das von tropischen Wäldern bedeckte Kardamomgebirge [Chuor Phnom Krâvanh]. Nach der Ankunft an der „3. Brücke - Trapueng Rung” werden Sie mit dem Boot abgeholt und fahren zu ihrer Unterkunft, der „4 Rivers Floating Lodge“. Das sind auf dem Fluß schwimmende Wohninseln mit allem Komfort. Der Rest des Tages steht ihnen zur freien Verfügung.
11. Tag: Koh Kong Tatai |
F |
4 Rivers Floating Lodge**** – Bungalow |
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Nach dem Frühstück geht es um 9 oder 10 Uhr, je nach Wasserstand im Fluß, in Abhängigkeit von Ebbe und Flut, in einer 45 minütigen Bootsfahrt zu den Ta Tai Wasserfällen. Die Wassermassen des Flusses fallen in zwei Stufen etwa 5 bis 6 m bzw. 12 bis 15 m in die Tiefe.
Erkunden Sie die Umbebung, eventuell in den Kayaks, die Ihr Schiff mitführt.
12. Tag: Koh Kong Tatai |
F |
4 Rivers Floating Lodge**** – Bungalow |
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Heute geht die Fahrt mit dem Schiff flußabwärts zu den Mangrovenwäldern, die Sie ebenfalls mit den Kayaks erkunden können.
13. Tag: Koh Kong Tatai / Phnom Penh |
F |
Hotel Castle*** – Deluxe |
Heute fahren Sie zurück nach Phnom Penh.
Heute erfolgt der Transfer zum Flughafen und Sie fliegen zurück nach China .
F: Frühstück M: Mittagessen A: Abendessen
Hauptsaison: Oktober, November, Dezember, Januar, Februar, März, April
Zwischensaison: Mai, Juni, Juli, August, September
Unsere Angebote:
Hauptsaison
10715 RMB p.P bei Unterbringungen im Doppelzimmer für die Gruppe mit 2-5 Personen
Der Einzelzimmerzuschlag beträgt 2780 RMB
7775 RMB p.P bei Unterbringungen im Doppelzimmer für die Gruppe mit 5-9 Personen
Der Einzelzimmerzuschlag beträgt 2780 RMB
7035 RMB p.P bei Unterbringungen im Doppelzimmer für die Gruppe ab 10 Personen
Der Einzelzimmerzuschlag beträgt 2780 RMB
Zwischensaison
10255 RMB p.P bei Unterbringungen im Doppelzimmer für die Gruppe mit 2-5 Personen
Der Einzelzimmerzuschlag beträgt 2320 RMB
7320 RMB p.P bei Unterbringungen im Doppelzimmer für die Gruppe mit 6-9 Personen
Der Einzelzimmerzuschlag beträgt 2320 RMB
6575 RMB p.P bei Unterbringungen im Doppelzimmer für die Gruppe ab10 Personen
Der Einzelzimmerzuschlag beträgt 2320 RMB
Hauptsaison: Oktober, November, dezember, Januar, Februar, März, April
Zwischensaison: Mai, Juni, Juli, August, September
Ihre Hotels:
Siem Reap Angkor Holiday*** – Superior
Banteay Chhmar Home-Stay
Battambang Stung Sangke Hotel*** – Deluxe
Phnom Penh Hotel Castle*** – Deluxe
Koh Kong Tatai 4 Floating River Lodge**** – Bungalow
Im Preis eingeschlossen:
-- Alle Übernachtungen im Doppelzimmer mit Frühstück
-- Mahlzeiten wie im Programm genannt
-- Alle Transfers und Eintrittskarten laut Programm
-- Deutsch- oder Englischsprachige örtliche Reiseführungen
Nicht im Preis eingeschlossen:
-- Internationale Flugtickets
-- Visum für China und Kambodscha
-- Persönliche Ausgaben, Fotografiererlaubnis in Museen, Trinkgelder usw.
Beachten Sie:
-- Für die Einreise nach Myanmar benötigen Sie ein Visum. Visa können vor Reisebeginn bei einer kambodschanischen Auslandsvertretung oder bei Einreise an den Internationalen Flughäfen Pochentong (Phnom Penh) und Siem Reap eingeholt werden. Darüber hinaus gibt es weitere Grenzübergänge, an denen Visa bei der Einreise erteilt werden. [siehe auch:
http://www.auswaertiges-amt.de/DE/Laenderinformationen/00-SiHi/KambodschaSicherheit.html ]
-- Bitte beachten Sie auch die medizinischen Hinweise des Auswärtigen Amtes.
[http://www.auswaertiges-amt.de/DE/Laenderinformationen/00-SiHi/KambodschaSicherheit.html]
Es emphiehlt sich die ganze Zeit über auf Mückenschutz zu achten [körperbedeckende, helle Kleidung tragen (lange Hosen, lange Hemden), Insektenschutzmittel wiederholt auf alle freien Körperstellen auftragen. Bei Übernachtung in sogenannten „Home-stays“ unbedingt die vorhandenen Moskitonetze verwenden.
Es besteht ganztägig die Möglichkeit der Übertragung von Denguefieber und in den Abendstunden und nachts von Malaria.
-- Bitte nehmen Sie ein paar Paßfotos mit. Die werden benötigt bei der Visumserteilung [wenn Sie das Visum erst bei der Ankunft erwerben wollen] und für die Herstellung der laminierten Eintrittskarten in Angkor.
-- Es empfiehlt sich, eine genügende Menge an Dollarnoten in kleiner Stückelung mit sich zuführen, da diese lieber genommen werden als die heimische Währung
-- Kinder unter 12 Jahren erhalten Preisnachlaß
-- Wir behalten uns das Recht vor, Flüge usw. im Bedarfsfall zu ändern (bei Beibehaltung der Kategorien)
-- Wenn Sie mehr Informationen benötigen, nehmen Sie bitte
Kontakt mit uns auf.