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Das Süd-Nord-Wasserumleitungs Projekt

Das Süd-Nord-Wasserumleitungsprojekt

Karte von dem BauprojektEs ist ein Projekt, das man von seinen Dimensionen mit dem Bau der Großen Mauer vergleichen kann: Das Süd-Nord-Wasserumlei-tungsprojekt, das jetzt begonnen wurde. Es soll den Wasser-engpaß in Beijing und anderen nördlichen Metropolen durch Umleitung des Wassers des Yangtse-Flusses beheben.

Zu diesem Zweck werden drei Wasserkanäle gebaut: der östliche, der mittlere und der westliche. Nachdem die Bauarbeiten für den östlichen Kanal am 27. Dezember 2002 begannen, soll jetzt auch bei den anderen Kanälen losgelegt werden, was den tatsächlichen Beginn dieses Projekts signalisiert. Dieses Projekt ist das gegenwärtig anspruchsvollste aller Infrastrukturverbesserungsmaßnahmen, sowohl von der Dauer seiner Planungsphase her als auch wegen der dafür notwendigen Mittel. 2050 soll es fertig werden, die geplanten Investitionen belaufen sich voraussichtlich auf 486 Milliarden Yuan(ca. 48,6 Milliarden Euro).

Nach Abschluss des Projekts sollen jährlich 44,8 Milliarden Kubikmeter Wasser vom Yangtse in den Norden Chinas fließen, das entspricht der jährlich transportierten Wassermenge des Huanghe-Flusses (Gelber Fluß). Der Huanghe-Fluß ist ein durch Menschen gemachter, für Chinas Norden notwendiger Fluß, um die Wasserknappheit zu beenden.

Die Ziele des Projektes: Erstens wird sich der Wassermangel verringern und die natürliche Umwelt in den Zielgebieten einschließlich Beijings merklich verbessern. Zweitens wird sich die Kontrolle des Hochwassers im unteren und mittleren Bereich des Yangtse verbessern. Drittens wird die Wasserqualität steigen und die Flüsse an den verschiedenen Kanälen werden reguliert. Neue Vegetation wird gepflanzt und die natürlichen lokalen Umweltbedingungen werden verbessert. Zusätzlich wird das Projekt der lokalen Industrie Schubkraft verleihen, d.h. vor allem der Bauindustrie, dem Transportwesen und der Fertigungsindustrie sowie dem tertiären Sektor.

BaustelleDer Bau der Süd-Nord-Wasserumleitung birgt gewaltige Möglichkeiten für die entsprechenden Industrien, v.a. die Industrien, die mit dem Gewässerschutz zu tun haben, die Bauwirtschaft, die Abwasserwirtschaft und der Maschinenbau. Die Shanghaier Zeitung" Wen Hui Bao" berichtete, daß etwa 100 Milliarden Yuan (ca. 10,0 Milliarden Euro) an Anlageinvestitionen in Infrastruktur und Anlage-technik für die erste Phase der östlichen und der mittleren Strecke bereit stehen. Dies ist ohne Zweifel eine gute Nachricht für die Wasserbauunternehmen. Besonders die Unternehmen, die in Damm- oder Tunnelbau, v.a. in Gebieten mit schwierigen Naturbedingungen, spezialisiert sind, werden am leichtesten das Rennen bei den Ausschreibungen machen. Natürlich werden auch die Zulieferer der Bauindustrie profitieren. Etwa 8 Millionen Tonnen Zement werden für diese ersten beiden Strecken gebraucht.

Die östliche Route wird das Schwergewicht auf die Entwicklung großer umweltfreundlicher Pumpstationen und Ausrüstung mit hoher Zuverlässigkeit und Kapazität legen, andere Baumaschinen mit besonderen Funktionen sind für die mittlere und die westliche Route vorgesehen. Das wird dem Maschinenbau in China einen gewaltigen Ruck geben.

Der östliche Wasserweg: Das Wasser soll vom Jiangdu-Abschnitt in Yangzhou am Unterlauf des Yangtse nach Norden via Kaiserkanal Beijing-Hangzhou und andere parallele Flüsse abgelenkt werden, indem es auf die höheren Terrassen durch Pumpstationen befördert wird.

KaiserkanalDazwischen wird es die Seen Hongze, Luoma, Nansi und Dongping verbinden, die eine wichtige Rolle bei der Regulierung und Speicherung des Wassers spielen. Nachdem das Wasser den Dongping-See durchflossen hat, wird es entweder nordwärts bis zum Huanghe-Fluß kanalisiert oder ostwärts durch den Hauptfluß in das Jiaodong-Gebiet via Jinan in die Städte Yantai und Weihai fließen. Das ganze Projekt wird in drei Bauabschnitten realisiert.

Der mittlere Wasserweg: Das Wasser wird von der Danjiangkou-Straße in der Provinz Hubei nach Beijing, Tianjin und weiteren Städten entlang der Eisenbahnlinie Bejing-Guangzhou gelenkt, um deren Nachfrage nach Wasser zu befriedigen. Das Wasser wird in den Huanghe-Fluß an der Yakou-Wasserscheide in Fangcheng einfließen, nachdem es durch den Westen der Huanghe-Huaihe-Ebene und die Stadt Zhengzhou geflossen ist.  Die mittlere Route wird in zwei Bauphasen eingeteilt.

Der westliche Wasserweg: Das Wasser ist hier von den Flüssen Dadu, Yalong und Tongtian am Oberlauf des Yangtse für den Bedarf der Autonomen Gebiete Ningxia und Innere Mongolei und der Provinzen Shaanxi, Shanxi, Qinghai und Gansu sowie der Guanzhong-Ebene vorgesehen. Wasser soll durch unterirdische Kanäle zur Wasserscheide zwischen dem Yangtse- und dem Huanghe-Fluß fließen, um den Yangtse mit dem Oberlauf des Huanghe-Flusses zu verbinden. Das Projekt kann auch den Hexi-Korridor in der Provinz Gansu und, wenn notwendig, die Gebiete am Unterlauf des Huanghe-Flusses mit Wasser versorgen

 
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